Königsplatz AUgsburg PilzDer Königsplatz-Umbau und der Streit darum  - eine Nebenfront der kapitalistischen Standortfrage
              
Bisher orienteierte sich der regelmäßige Um- und damit Ausbau sowie der Neubau von Straßen und Plätzen am Wirtschaftswachstum. D.h. er antizipierte es sogar und entsprechend groß fielen so manche Projekte aus (was nicht heißen soll, daß die Projekte heute zur Zeiten einer größeren Wirtschaftskrise kleiner ausfallen, ganz im Gegenteil). Das betraf nicht nur, aber vor allem den Straßenverkehr. Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln fand in den ersten Nachkriegsjahrzehnten ein Rückbau der Straßenbahn - die Wiederkehr der Linie 6 heuer führt das vor Augen - zugunsten der Busse statt. Am Fetisch Auto orientierte sich so auch das öffentliche Verkehrswesen der Stadt. So wurde es ungemütlicher in der Stadt, in der Innenstadt zumal, zu leben. Noch ist diesbezüglich trotz so manchen Umgehensstraßen keine grundsätzliche Neuorientierung abzusehen: Noch immer gibt es die Ost-West-Achse, die über Jakoberstr./Pilgerhausstr./Leonhardsberg/Karlstr./Ludwigsstr./Grottenau Durchgangsverkehr mitten durch die Altstadt leitet (den Straßenzug dadurch als Lebensraum - und sogar als Geschäftsstraße - entwertet!), und die Süd-Nord-Achse, die über den Oberen/Mittleren/Unteren Graben führt, ebenfalls als Achse des Durchgangsverkehrs. Noch immer gibt es eine uneingeschränkte Zufahrt in die Maximilianstraße von verschiedenen Seiten aus. Soweit, so absurd, selbst von dem kapitalistischen Gesichtspunkt des Geschäfts aus, zumal die Parksituation dadurch in ihrer Unmöglichkeit erst geschaffen wurde und beibehalten wird.

Nun gibt es freilich einen ganz neuen Aspekt in den Überlegungen der Verkehrplanung, die mit der Privatisierung der öffentlichen Verkehrsmittel zusammenhängen. Es gibt jetzt ein Geschäftsinteresse, das das ideelle gesamtkapitalistische Interesse der Kommune stützt, welche ja immer sich gegen eine sture und uneinsichtige Autolobby behaupten mußte (wenn sie es denn wollte - in vielen Fällen hat sie der ja ganz einfach entsprochen). Mit dem neuen Königsplatz wird das Auto ein Stück aus der unmittelbaren Innenstadt, der Altstadt zurückgedrängt. Als Nebenwirkung wird die Luft dort etwas gesünder und die Nachtruhe einiger besser, für andere, die, die an die Innenstadt angrenzen, die mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen haben, schlechter. So schafft es die Standortpolitik es nie, es allen recht zu machen, wie sollte sie auch?
Was beweist das? Daß eine vernünftige Verkehrsplanung relativ ist, relativ zu den vorherrschenden Interessen. Momentan sieht es so aus, daß die, die partout mit dem PKW meinen in die Innenstadt fahren zu müssen, eine Niederlage erleiden, denn ihr Tunnelvorschlag ist in jeder Hinsicht bescheuert: Letzten Endes würde er mehr Staus verursachen, als dadurch vermieden werden könnten - man denke allein an die Zu- und Abfahrtsschwierigkeiten.
Straßenbahn Tarife Augsburg 1899Die Frage der Finanzierung des Kö-Umbaus im Rahmen der »Mobilitätsdrehschreibe«, also zusammen mit dem Umbau des Hauptbahnhofs, ist eine so grundsätzliche, die Standortfrage berührende, der sich keine Partei verweigern kann, die ernstgenommen werden möchte - schließlich wird im Kapitalismus so gut wie alles über's Geld geregelt, steht oder fällt also mit ihm. Daß die SPD diesen auch ihren staatsaffirmierenden Standpunkt, nun in der Opposition, nicht als solchen aufgegeben hat, sondern rein taktisch, zeugt allein von einer schäbigen Kleinkariertheit, die im Nachtarocken eines schlechten Verlierers besteht. Die GRÜNEN haben sich da anders entschieden - nicht zuletzt deshalb, um, wie es unter Demokraten allemal üblich ist, größere Übel (hier: Tunnellösung) zu vermeiden. Es zeugt auch in dieser Frage von ihrer Avantgarderolle, die Demokratie als widerspruchsfreie etablieren zu wollen. Nun machen also CSU, Pro-Augsburg und Grüne die Verkehrspolitik, der sich eine abgespaltene sture CSU-Auto-Fraktion zusammen mit der SPD widersetzt. (Die Linkspartei befindet sich offenbar auf Tauchstation, nicht nur in der Verkehrspolitik.)

[Die eine Abbildung zeigt eine historische Aufnahme der früheren Drehscheibe, des »Pilzes« am Königsplatz, seinerzeit ein beliebter Treffpunkt, welcher 1975 beim letzten Kö-Umbau abgerissen wurde. Die andere eine Tarifübersicht der Trambahnpreise anno 1899 in Pfennig.]

Literaturtip: »Zum gesellschaftlichen Bedarf nach Mobilität« in »Die Automobilindustrie« in GegenStandpunkt 2-2006 (17.07.10)



Nachruf auf Mixa
                  
Schön zu verfolgen, wie die AZ zunächst Mixa den Rücken zu stärken versuchte - mit »Entlastungen«, als ob alle irgendwie und irgendwo aufgetriebenen Jugendlichen, die mal schieren Kontakt mit ihm hatten, auch verprügelt werden mußten, so wie die, die das von sich behaupten konnten und an der Wahrheit deren Aussagen kein Zweifel besteht; worin auch sollte der begründet sein? Soweit zum Hirnriß einer parteiischen Blödzeitung, der die kirchliche Obrigkeit sakrosankt erscheint und für die ein Vergehen nur darin liegen kann, deren Unfehlbarkeitsdogma zu bestreiten.
Dann ging das Blatt - in Gestalt ihres Chefredakteurs, der die Affäre sogleich zur Chefsache gemacht hatte - auf Distanz zu Mixa: Er war auch mit den größten Anstrengungen nicht zu halten, nachdem er ja zumindest "Watschen" eingeräumt hatte [Marx hatte schon seinerzeit recht, als er behauptete, die Augsburger Zeitung sei impertinent im Fliehen]: Jetzt sollte wenigstens die römisch-katholische Kirche gerettet werden, lieber sollte der Bischof "geopfert" werden. Das kennt man: Der nächste Schritt wäre der, die Religion gegen die Kirche zu verteidigen und schlußendlich Gott persönlich gegen die Religion.
Duramichele Perlachturm AugsburgAn den Gott inhärenten (an sich: fiktiven) Begriff der Moral müsse ja jeder irgendwie glauben! Daß gesellschaftlich verbindlicher Glaube(n) auf Gewalt fußt, egal welchen Namen Gott hat, wird schon daran deutlich, wie sehr die Protagonisten der Religion - und ihrer materiellen Erscheinungsweise namens Kirche - diese verteidigen (und wie sie Politik & Journaille keinesfalls missen wollen): Sie sehen es nämlich lieber umgekehrt, sie leiten aus der Moral die - allenthalben gerechte - Gewalt ab. Der Bischof wäre ein Opfer dieser Ideologie, wäre er nicht als deren Propagandist Täter schlechthin.
Ohne Gewalt ist Glaube(n) nicht durchsetzbar, was übrigens für alle Arten von ihm gilt. Kein Kind oder Jugendlicher würde von sich aus auf die Idee kommen, eine Kirche zu besuchen oder den Religionsunterricht (wahlweise Moralunterricht). -
Ethik ist, nebenbei bemerkt, nur das griechische Wort für das lateinische »Moral«. Der deutsche Begriff der »Sittlichkeit« - eine Forderung, die auf »Sittsamkeit« zielt, wird seltener gebraucht, weil er im wesentlichen, ja fast ausschließlich in sexueller Hinsicht verwendet wird. Die Sittlichkeit, wie sie von der Kirche propagiert wird, steht im Gegensatz zur Sexualität schlechthin: Deshalb ist Sexualität für Amtsträger wie für ernsthaft gläubiges Volk so ein Kreuz: Kaum betätigt man sich mal sexuell, schon ist man ein Sünder; weshalb man als solcher einer auch alles Diesbezügliche vertuschen muß. In ihrem - sehr prinzipiellen - antimaterialistischen Kampf nimmt die Unterdrückung und Verdrängung der Sexualität eine zentrale Rolle in der Kirche ein.
[Noch eine Klarstellung: Der Schlager der Girlgroup TicTacToe - "Ich find Dich scheiße, so richtig scheiße" - war nicht auf den Schrobenhausener Schläger gemünzt, auch wenn jener ebenfalls schon einige Jährchen zurückliegt.]
[Quizfrage zur Abbildung: Wie heißt der Teufel, den das Duramichele in die Hölle stößt?]
(23.04.10)
Feinstaub - Werte so hoch wie selten zuvor (AZ v. 31.03.10)                     
Trotz der Umweltzone? Dabei ist die ja nun wirklich lächerlich. Nicht, daß so gut wie niemand aus der Zone verbannt wird, das wäre der Autolobby auch nicht zuzumuten! Es ist ja sogar erwünscht, daß jetzt, zu einer Zeit, wo alle Umgehungsstraßen ausgebaut sind, der Durchgangsverkehr sowohl in N-S-Richtung (Unterer, Mittlerer, Oberer Graben) wie in W-O-Richtung (Grottenau, Ludwigsstraße, Karlstraße, Leonhardsberg, Pilgerhausstraße, Jakoberstraße) durch die Altstadt rollt, neben den vielen Ampeln zusätzlich gebremst von den zahlreichen Linksabbiegemöglichkeiten, die den Feinstaub aufgrund der Staubildung besonders begünstigen. Allein um diesen Durchgangsverkehr nicht einzuschränken wird die Führung der Straßenbahnlinie 1 über das Stadttheater zum HBF systematisch verzögert.
Die Maximilianstraße wird auch nicht für den Allgemeinverkehr gesperrt, das wäre ja geradezu eine Kampfansage an die Protzkarossen, die dort ihre Kreise zu drehen pflegen. Als man jetzt nach dem gescheiterten Dönerverbot dann doch irgendwie darauf kam, daß der Verkehr der Hauptverursacher von Lärm ist, hat OB Gribl eine Geschwindigkeitsbeschränkung in der Maxstraße auf 20 km/h vorgeschlagen. So bekämpft man wohl den Lärm mit dem Feinstaub, oder wie? Eine weitere Lachnummer lieferte Umweltreferent Rainer Schaal, der sich bemühen will, eine wissenschaftliche Aufstellung darüber zu erhalten, die erhöhte Feinstaubbelastung dem fehlenden Luftaustausch und dem Splitt anlasten zu können. So geht es zu im real existierenden Kapitalismus, in dem die Gesundheitsbedürfnisse der Bevölkerung auf der Strecke bleiben (wenn es nicht gerade um einen individuellen Schweinehund namens Raucher geht, auf dem man bequem einprügeln kann).

Im übrigen ist die Feinstaubmenge auch unter den sogenannten Grenzwerten "problematisch", nur halt nicht für die, die darüber entscheiden, was und wieviel sie ihren Untertanen zumuten wollen. (05.04.10)
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Gribl gibt nach


Nun verbleibt also das Alte Stadtbad doch in kommunaler Hand und wird saniert. Man will gar nicht fragen, woher die Stadt jetzt auf einmal das ganze Geld dafür hat. Jedenfalls sah OB Gribl durch das Bürgerbegehren sich mit seiner Verzögerungstaktik dermaßen in der Defensive, daß er um einen nicht wiedergutzumachenden Schaden für eine 2. Amtszeit fürchten mußte; schließlich ist ihm das Schicksal seines Amtsvorgängers noch allzugut in der Birne. So ist völlig klar, daß sein eigenes Interesse der Grund für sein Einlenken war und nicht das mit über 10.000 Unterschriften vorangetriebene Interesse Augsburger Rentner und anderer einkommensschwacher Leute. (Daß sich die SPD bei jenen Bürgern jetzt in dieser Frage mächtig angeschleimt hat, ist übrigens kaum minder ekelerregend.)
Erwähnenswert in dieser Affäre, weil durchaus typisch, ist, daß sich der AZ-Lokalmoderator A. Sch. auf den Plan gerufen fühlt. Der schleimscheißt vorzugsweise immer dann herum, wenn es für die CSU was zu kitten gibt, d.h. er kümmert sich um die Einheit von Volk und der - von ihm als Exeget eines gleichsam schicksalhaften Volkswillens - gewünschten CSU-Führung. Dazu tut er so, als wäre die AZ eh schon immer mit dem Bürgeranliegen konform gewesen und die CSU im Grunde nicht minder. In Wahrheit hat sich die AZ parallel zur CSU in einer sehr distanzierten Weise zu der Angelegenheit geäußert. Die AZ ist ja sattsam bekannt dafür, daß sie die letzte ist, die "Stimmung" gegen kaum haltbare Dinge und Zustände und diesbezügliche CSU-Verarschungsversuche unternehmen würde! Wie auch: Ist sie doch das Propagandaorgan dieser konservativen Partei...
(18.03.10)

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Das Alte Stadtbad und das Neue Stadion                        
Altes StadtbadWie es so ist, wenn das Geld knapp wird, dann wird gespart: Zuerst bei denen, die nichts zu melden haben, also im vorliegenden Falle an den Bedürfnissen von Rentnern, die zu denen gehören, die das Bad überwiegend nutzen. Zwar sind die Eintrittspreise in den vergangenen Jahren schon rapide gestiegen, ein Aqua-Wellness-Center ist es noch nicht. Ganz anders das Stadttheater: Zwar wird der Krampf von Oper und Operettte nur von betuchten Kreisen besucht, eine Entsubventionierung oder gar ein Verkauf steht nicht zur Debatte. Der Aufschrei zöge ja gerade den Verwurf des Kulturbanausentums an die herrschenden Politiker nach sich, den die sich, obschon sie ihn de facto verdienen, nicht an den Hut stecken wollen.
Noch eine schöne Sache, die die kulturelle Aufgeschlossenheit der Stadt herausfordert: Der Seinschverein FCA will eine Fassade für das neue Stadion nicht finanzieren: Anders ausgedrückt: Wenn die Stadt unbedingt Ausrichter der Frauen-Fußball-WM sein will, dann wird sie sich schon um eine neue Fassade kümmern, schließlich wäre das ihr Image-Schaden. Kurzum ein weiteres Knüller, wegen dem allein man dem profitgeilen Fußball-Club schon alles Schlechte und auf keinen Fall den Aufstieg wünschen sollte. Walther Seinsch hat die Fassaden-Strategie übrigens in einem bezeichnenden Interview mit der neuen sonntagspresse (v. 28.02.10) klargestellt und des weiteren Folgendes ins Mikrofon geheuchelt: "Wir haben nicht die Mittel, den Aufstieg zu kaufen - wie z.B. Hoffenheim." Aber er und die Seinen um den Hedgefond impuls tun genau dies: Jeder Spieler, der potenziell eine Verstärkung darstellt, wird verpflichtet und dementsprechend hoch ist
mittlerweile auch die Zahl ruckzuck ausrangierter Spieler. Eine menschliche Seite kann und will sich der Verein mit seinen Ambitionen eben nicht leisten. Und aus der Kommune werden all die Mittel herausgezogen, die sie sich herausziehen läßt: Jene scheißt auch deshalb auf das Alte Stadtbad!
Mit der Verkehrspolitik verhält es sich übrigens entsprechend: Während z.B. die Lechhauser auf den Straßenbahnanschluß an den Bahnhof Hochzoll wohl ewig warten dürfen, war der Anschluß an die neue Arena schneller hergestellt als alles andere, was in Sachen öffentlicher Nahverkehr wirklich wichtig und sinnvoll wäre.
(06.03.10)
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Zum taz-Artikel "Augsburger Schurkenstück"
(23.02.10)
                               
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Pressemitteilung der Augsburger Studenten vom 11.02.10:                               
Eklat im Hörsaal 1 am 11.02.2010: Studenten brechen empört den Dialog mit der Universitätsleitung ab

Am heutigen Abend kam es zu einem Treffen zwischen Kanzler Zimmermann und den Studierenden, um die Reaktionen der in Abwesenheit des gesamten Präsidiums durch ihn vertretenen Universitätsleitung auf die Forderungen der ehemaligen HörsaalbesetzerInnen mitzuteilen und zu diskutieren. Es hielten sich zu diesem Zeitpunkt ca. 200 Personen im Hörsaal auf. Im Laufe der Diskussion wurde deutlich, daß die Universitätsleitung keine deutliche Stellungnahme zu den Forderungen hat und von den zugesagten belastbaren Ergebnissen jegliche Spur fehlt. Ferner hatte Kanzler Zimmermann 2 Wochen nach Ablauf der selbstauferlegten Frist keine klaren Informationen für das versammelte Plenum parat,  die von der Presseerklärung am 10.02.2010 abweichen und über die von den StudentInnen ins Rollen gebrachten fakultätsspezifischen Diskussionen um Veränderungen der Studenbedingungen hinausgehen. Inhalt und Art seines Auftretens sorgten von Minute zu Minute für weiteren Unmut und brachten den Saal zum Brodeln. Das Plenum stimmte daraufhin mit einer Gegenstimme ab, die Diskussion mit der Unileitung an dieser Stelle abzubrechen. Der Hörsaal 1 ist bis auf weiteres wieder besetzt. Das Plenum forderte in einer Abstimmung den Rücktritt der Universitätsleitung.

Mitteilung vom 12.02.
Seit heute früh 7:30 ist der Hörsaal 1 nicht mehr weiter besetzt, stattdessen haben sich die protestierenden Studierenden dazu entschlossen, in das Rektorat zu ziehen, um dort weiter zu tagen. Der Forderung, den Senatssaal zur Verfügung zu stellen, hat Kanzler der Universität Augsburg Zimmermann nicht entsprochen. Für weitere Verhandlungen mit Herrn Zimmermann sehen die Studierenden im Rektoratsgebäude keinen Sinn mehr, sie fordern daher einen anderen Gesprächspartner aus der Universitätsleitung. Für 10 Uhr wurde ein Termin mit Herrn Loidl zugesagt, zu dem die Presse eingeladen ist. Da kein Raum zur Verfügung gestellt wurde, wird das Gespräch vor dem Senatssaal stattfinden. 

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Der Hans Dampf der SPD geht um
(06.02.10)

Millionen einfach so vor die Kühe werfen! Um Himmels willen!
Alexander Süßmair von der Partei DIE LINKE machte sich bei seiner Jungfernrede im deutschen Bundestag für eine besser gesteuerte Milchpolitik stark. Sonst könne das in Milch investierte Kapital nicht überleben. "Strukturelle Krisen" überwindet man anders! Wo es doch so viele andere Möglichkeiten gibt. Doch hören sie selbst!
(05.02.09)

Wasser wird teurer und attac verschwindet diesbezüglich aus dem Angebot
"Bei einer Wasserabnahme von 100 m3 verteuert sich die jährliche Trinkwasserrechnung um rund 32 Euro auf insgesamt 208 Euro. Wer 150 m3 im Jahr verbraucht, muß künftig etwa 34 Euro mehr bzw. insgesamt 282 Euro zahlen." (Info der Stadtwerke Augsburg
Die Privatisierung des Wassers wurde angesichts der Wirtschaftskrise rückgänig gemacht, sehr zur Freude der Privatisierungsgegner, insbesondere attac. Sie befürchteten nämlich drastische Preiserhöhungen. Jetzt hat es ihnen die Sprache verschlagen. Ihrem geliebten Staat (dem die Stadtwerke auf seiner kommunalen Ebene gehören), den sie gerne außerhalb von Geld-Beziehungen verorten möchten, wollen sie nicht zu nahe treten, setzen sie doch auf ihn. StaMoKap nannte man diese Ideologie früher. Mancher Quatsch scheint einfach nicht ausrottbar, einfach deshalb, weil sich immer wieder Leute um die Kritik der politischen Ökonomie herumdrücken und dem kapitalistischen System ihre feuchte Friedenshand reichen wollen. Mindestens genauso ärgerlich wie die Wasserpreiserhöhung der kommunalen Betriebe! -
Apropos attac. Neulich hat sich ein taz-Redakteur (Felix Lee) über das attac-Emblem, das Prozentzeichen, befremdend geäußert. Doch genau betrachtet, paßt es zu ihm wie ihm die Faust aufs Aug' gehört. So billig wie die Forderungen von attac sind [- mal ganz abgesehen von den Adressaten, an die sie gerichtet sind! -], fühlt man sich wirklich im Discounter. "Der Aldi unter den Weltverbesserern" hieß der Artikel über diesen Verein im GegenStandpunkt 2-2003, der jetzt, wo alle Welt unter Führung von Obama die Banken "kastrieren" (FTD) will, in eine ideologische Krise geraten ist.
(29.01.10)

Karlheinz Schreiber vor Gericht
Der Prozeß gegen dwn Waffenverkäufer Karlheinz Schreiber ist den Protagonisten von Marktwirtschaft & Demokratie zwar einerseits unangenehm, andererseits werden sie an diesem schönen System auch angesichts der offenkundigsten Tatsachen noch lange nicht irre, können sie doch auf die "Selbstheilungskräfte" eben dieses Systems verweisen. Die Landtagsabgeordnete der GRÜNEN Christine Kamm hat eine kurze Chronik zusammengestellt, was bisher so gelaufen ist. Ohne "Schiebereien" und Tricksereien wie in vorliegendem Falle jedenfalls, daran hatte schon der alte Geistesriese Franz-Josef Strauß keinen Zweifel gelassen, können die deutschen Weltmachtambitionen nicht vorangebracht werden. Dieses Voranbringen beinhaltet die politische Konkurrenz mit den USA und gegen sie. Legal, illegal, scheißegal - wo Franz-Josef Strauß recht hatte, hatte er zwar recht; doch all das mußte und muß bisweilen erst noch ins Recht förmlich umgegossen werden bzw. dem Recht mußte und muß auch hinterher noch Genüge geleistet werden. Das ist alles machbar, wie man sieht, und der Aufwand dafür ist enorm. Worum handelt es sich, wenn von Korruption gesprochen wird?
(18.01.10)

Zusammenfassende Kurzmeldungen
Dem Stadtrat der GRÜNEN, Christian Moravcik, wurde das Twittern aus der Sitzung heraus untersagt. Die Spießer von CSU & SPD fühlten sich bloßgestellt und so erheblich auf den Schlips getreten. -
Der OB Gribl hat seine Ehe nun auch offiziell mit einer neuen Bumsgefährtin gebrochen - der Bischof schweigt dazu, denn schließlich handelt es sich um einen Angehörigen der C-Sekte. Detaillierte Insiderinformationen finden sich wie immer auf der Seite der Augsburger Skandal-Zeitung. -
Den Brecht-Preis kriegt diesmal einer, der am liebsten diesen SPD-Steinmeier als Kanzler gesehen hätte, also ein Typ, bei dem man sich schon fragt, aber das konnte man auch seinen Brecht-Konzepten entnehmen: Brecht für die Sozialdemokratie zurechtzuschneidern ist eine wirklich anspruchsvolle AUfgabe. Gekriegt hat er ihn von Gegenspieler und Kulturreferenten Grab, der ihm das Festival aus parteipolitischen Gründen entzog und ihn nun mit dem Preis quasi entschädigte - immerhin 15.000 Euro - das hätte anderen auch gut getan. -
Festival-Leiter ist nun ein gewisser Joachim Lang, den ganz im konservativen Sinne das Motto "Kraft durch Fresse" [Tania Martini, taz-Kulturredakteurin in ähnlichem Zusammenhang] auszeichnet: "Man hat ein veraltetes Bild von ihm [Brecht], heute wäre er sicher ein begeisterter Blogger." (Interview in der neuen Szene 1/2010) Er hat bereits angekündigt, daß, nachdem heuer die Medien, insbesondere der Film, Thema der Brecht-Tage sind, nächstes Jahr Musik das Thema ist - so als ob man den Mackie Messer-Scheiß-Song noch hören könnte und wollte. Aber dann, man höre und staune, in zwei Jahren solle die Politik das Thema werden. Aber bis dahin wird noch viel Wasser den Lech hinuntergeflossen sein und man kann nur hoffen, daß die Offiziellen sich das nochmal anders überlegen. -
Nach jenem Hannoveraner Fußball-Torwart hat es nun auch FCA-Guru Walter Seinsch erwischt: Er klagt über Depressionen. Unser Tip: Einfach die Kohle an KoKa Augsburg überweisen und schon ist man die Belastung los und der Gedanke, sich vor einen ICE zu schmeißen, aus dem Kopf!
(17.01.10)

Der reale Sozialismus in Augsburg (Kurzbesuch)
(15.03.09)


Die Maximilianstraße - will die CSU sie brennen sehen?

(11.12.08/24.12.08)

Siemens-Töchter Osram und Fujitsu - Ein General-Angriff auf den Lohn
(01.11.08)

Der Bertolt-Brecht-Vermarktungsstreit
(22.10.08)


Unverständnis über Arbeitsplatzabbau

(11.09.08)

Der Kampf von Jahr zu Jahr von Jugend an
(25.07.08/
01.09.08)

Stärkung der Demokratie durch Ausweitung des Wahlrechts!
(18.07.08)

Zahnräderfabrik Renk: Eine Großtat der IG Metall für den Standort A in D
(18.05.08)

Ist die SPD jetzt endgültig durchgeknallt? OB Wengert unterstreicht marxistische Demokratie-Kritik
(01.04.08)

Werk Augsburg: EADS-Verkauf gescheitert - die Belegschaft soll auch in diesem Falle die Zeche zahlen!
(28.03.08)

50 Jahre Ostermärsche - 0 % politischer Einfluß: Der Fehler?
(22.03.08)

Kommunalwahlen und ihr Ergebnis: Wer den Bürgern in den nächsten 6 Jahren auf den Sack gehen darf
(04./17.03.08)

Das (schleppende) Geschäft mit dem Müll und seine grundsätzlichen Resultate
(25.12.07)

EADS:
Die IG Metall läßt demonstrieren - für das Kapital und für den deutschen Standort

(30.11.07)

Der Königsplatz nach dem Bürgerbegehren
(25.11.07)

Grüne Putztruppe aktiv für saubere Demokratie
(05.11.07)

Das Bürgerbegehren zum Königsplatz: Keine Wahl!
(21.10.07)

Normalfall Kapitalismus: 600 Augsburger Grundschüler hungern täglich
(31.05.07)

EADS: Ein global player am Standort Augsburg: So geil, daß der Trinkwasserschutz dem Kapital angepaßt werden muß!
(14.05.07)

"Stopt die Auslandseinsätze der Bundeswehr!" (Augsburger Friedensinitiative)
(06.04.07)

(30.03.07)

Krampf statt Kampf in Afghanistan?
(17.03.07)

Das altbackene Gewäsch des Bischofs Mixa oder: Die Wahrheit einer anerkannten Sorge
(28.02.07)

Apropos "Anti-NPD-Demo": Wie kindisch Antifaschisten sein können!
(02.12.06)

Der Standort Augsburg profitiert vom Rüstungskonzern EADS - das heißt für die SPD: Kritik unerwünscht - also gefälligst Klappe halten!
(19.11.06)


Die Augsburger Allgemeine würdigt Hans Beimler

(18.11.06)


Die Kommune kurbelt an: Den Nationalismus samt seiner letzten Konsequenz, dem Sterben für Deutschland

(09.10.06)

Hexenprozesse in Augsburg: Deus caritas est.
(19.04.06)

Die Tage des Kapitalismus sind gezählt: attac geht in die Offensive
(01.04.06)

Wie ein linker IG Metall-Funktionär Marx für seine Zwecke mißversteht
(19.03.06)

Die WALTER-BAU-Pleite: Das Nachtarocken von Ge-, aber überhaupt nicht Ent-Täuschten
(17.03.06)


Sozialdemokraten geben sich als die besseren Nazis

(25.02.06)

Gorbi erhält den Augsburger Friedenspreis

(12.09.05)

Johann (John) Most — Augsburger Kommunist 1846 bis 1906
(in Vorbereitung)

(letzte Aktualisierung 16.01.2010)
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