Die SPD: jetzt
NSDAP-Nachfolgepartei!
Es
ist der Sache, sich mittels Gemeinsamkeiten und Unterscheiden einen
Begriff von Demokratie und Faschismus zu machen, nicht dienlich, die
beiden Standard-Formen bürgerlicher Herrschaft zu verquicken,
etwa
in der Weise, wie es manche Linke sich zum fast
ausschließlichen
Betätigungsfeld auserkoren haben: Sie stellen Demokraten gerne
in
die faschistische Ecke, um sie so zu kritisieren, als wären
sie
tatsächlich welche. Dabei können und wollen sie den
fließenden Übergang von der einen in den andere Form
staatlicher Gewalt gar nicht als zu Erklärendes aufgreifen.
Ihr
Ansinnen ist es, die Demokratie gegen den Faschismus hochzuhalten,
indem sie Demokraten vorwerfen, sie seien gar keine richtigen
Demokraten wie z.B. sie, die sich Tag für Tag vom Faschismus
distanzieren, als hätten sie es schwer nötig (am
Stalinismus
orientierte Leute wie diverse ML-Gruppierungen haben das ja auch
tatsächlich). Demokraten selber haben ein solches Problem in
aller
Regel nicht: Für sie spricht der politische Erfolg, den sie
hierzulande in ihren Augen hinterletzt zurückgebliebenen
Faschisten immer vor Augen halten können: Wie
kläglich nimmt
sich die Macht des 3. Reiches gegen die des neuen Deutschland aus!
Daß der Faschismus eine Option jeder Nation ist, ergibt sich
daraus, daß eine Nation ihre Räson immerzu nach
Erfolg und
Erfolgswegen überprüft. Demokratische Parteien
streiten
über den Erfolgsweg ihrer Nation. Wird der Erfolg fraglich,
bleibt
er gar aus, bringen auch sie grundlegendere Alternativen ins Spiel und
da ist kein großer Unterschied unter ihnen zu sehen,
allenfalls
der, wie diese dann wiederum sich mit ihrem Einfluß und ihren
parteipolitischen Machtambitionen in Koalitionen etc. umsetzen lassen;
kein großer Unterschied, ganz im Gegenteil, sie befeuern sich
gegenseitig. Und wenn man die letzten Wochen zurückschaut, war
es
auch gar nicht die so weit rechts außen stehende CSU, die
sich
diesbezüglich aus dem Fenster gelehnt hätte: Es waren
FDP und
SPD, die sich wechselseitig mit rassistischen Überlegungen zu
übertreffen versucht haben, um die Nation mit diesen
Überlegungen unter sich zu vereinen, indem sie für
den Staat
mehr Freiheit in seinen, hauptsächlich wirtschaftspolitischen
Richtlinien eingefordert haben, welche ihrerseits ein entsprechendes
Vorgehen gegen die Leute einzuschließen hätte, die
den
fortgeschrittenen kapitalistischen "Sachzwängen" sich zu
verweigern auch nur den Anschein erweckten.
Die SPD freilich tut alles, von sich aus den kleinen, aber feinen
Trennungsstrich zwischen Demokratie und Faschismus zu verwischen. Warum
kann man mit Fug & Recht behaupten, die SPD steige in die
Fußstapfen der NSDAP, ohne oben erwähnte
Unsachlichkeit
fürchten zu müssen?
Mit folgender Begründung hat das Schiedsgericht der SPD den
Nicht-Ausschluß ihres rassistischen Oberhetzers Sarrazin
begründet: "Sarrazin sei auch deshalb nicht
rassistisch, weil er nicht alle [!]
Migrantengruppen gleichermaßen [!] abgewertet
habe. Sarrazin hatte gesagt, Vietnamesen und Osteuropäer seien
integrationswillig und hätten in der zweiten Generation
überdurchschnittliche Erfolge. Juden hätten einen um
30
Punkte höheren Intelligenzquotienten. Nur bei Arabern und
Türken gebe es einen geringeren Integrationswillen." (taz,
16.03.10) Als ob nicht gerade auch Faschisten feine
Unterschiede
unter den "Untermenschen" ausgemacht hätten: Slawen, Neger,
Araber, Asiaten, Zigeuner und Juden waren ihnen als solche nicht
durchweg dasselbe. Daß es allein einem deutschen
Übermenschen zukommt darüber zu urteilen, da ist das
SPD-Gericht sich mit den Faschisten ebenfalls völlig einig.
Das
"Menschenbild" Sarrazins hält das Gericht
für lediglich
"pessimistisch": "Seine Äußerungen zeugten
'von einem
sehr pessimistischen Menschenbild'. Er gebe 20 Prozent der
Bevölkerung verloren und sei der Meinung, diese
müßten
sich 'auswachsen'." (ebenda) Daß
man dabei
staatlicherseits etwas nachhelfen muß, versteht sich ja
für
einen SPD-Vor und Nachdenker von selber, für das Gericht
wäre
das - hier präzisiert es gar noch den vorgetragenen Rassismus!
-
nur die Spitze des Eisbergs, wenn alle anderen Möglichkeiten -
Arbeitsdienst! wie damals unentgeltlich und per Zwang, was ja
ergänzenderweise die SPD-Vorsitzende in NRW, Hannelore Kraft,
ins
Spiel gebracht hat! - ausgeschöpft seien. "Sarrazins
Äußerungen über Einwanderer seien nicht im
klassischen
Sinne rassistisch, also biologisch begründet gewesen, befand
die
Schiedskommission. Immerhin [!] habe sich die
Häme des Bundesbank-Aufsichtsrats auch gegen Teile der
deutschen Bevölkerung [!]
gerichtet. Ach was. Das genau war doch der Skandal: daß
Sarrazin
seine Ressentiments gegen Hartz-IV-Bezieher nun mit Seitenhieben gegen
türkische und arabische Einwanderer rassistisch aufgeladen
hatte.
Daß er von biologistischem Denken nicht frei ist, zeigte sein
peinlicher Vergleich mit osteuropäischen Juden, denen er einen
höheren IQ attestierte." (taz-Kommentar,
16.03.10)
Klar, die Schmarotzer am deutschen Volkskörper, die
Hartz-IV-Bezieher, da muß ein SPDler schon den Vorreiter
machen
dürfen und darf die Agitation nicht den Nazis
überlassen; ein
wenig aufregen darf man sich allenthalben, wenn es um das deutsche
Ansehen im Ausland geht, was ja immer dann berührt
ist, wenn gegen ausländische Staatsangehörige gehetzt
wird!
Völlig in Ordnung geht es offenbar mittlerweile, auch unter
den
Deutschen Volksschädlinge [der Begriff "arbeitsscheu" ist
faschistischer Prägung und wird deshalb kaum noch benutzt, die
Ideologie wird wie man sieht, nichtsdestotrotz aufrechterhalten]
auszumachen, die eigentlich und so
betrachtet gar keine richtigen Deutschen sind! Unter den
Tonangebenden in der SPD ist man sich also völlig einig, die
NS-Rassenideologie mit ihren beiden Seiten - den in- wie
ausländischen Parasiten an der deutschen Nation - wieder zum
staatstragenden Weiß-Warum zu machen. Mit der NSDAP sollte
man
sie aber um Himmels willen deshalb nicht gleich verwechseln! Doch warum
eigentlich nicht? Diese Partei hat sich eine neue Räson
verpaßt. Die NPD kann einpacken, sie ist
überflüssig!
Es ist geradezu symptomatisch, daß, wie die dpa
am 09.03.
meldet, gegen den Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Will
ermittelt wird, weil er laut mehreren Zeugen in der
Öffentlichkeit
den Hitler-Gruß gezeigt und angetrunken "Heil
Hitler!" gerufen habe. In der SPD-Pressestelle hieß
es, Will sei trotz der Ermittlungen nicht beurlaubt.
Übrigens: Kann jetzt bei den Linken endlich mal
Schluß sein,
diese Rassistenpartei in das "linke Spektrum" hineinzuinterpretieren???
Wahrscheinlich nicht, ihr sind ja wohl noch bessere Deutsche, so gut,
daß für jeden ein Platz sein muß, auch
eben für
Bundesbanker und Parteivorsitzende zutiefst rassistischer Gesinnung.
Links und rechts könnt ihr inhaltlich sowieso nicht
unterscheiden
und wollt dies auch nicht. Hoffnungsvolle Interpretationen
hoffnungsloser Zustände, das ist euer Ding! Hoffentlich bereut
ihr
nochmal eure grenzenlose Dummheit! (19.03.10)
Hallo lustiges Dänemark!
Ein kleiner Feedback-Nachtrag
aus der arabischen Welt (15.04.10):

Auch das ist Demokratie!
Ein
nazifreundliches Bundesverfassungsgericht, das drei Neo-Nazis die wegen
Volksverhetzung vom Amtsgericht Augsburg verhängten
Geldstrafen
erläßt (siehe AZ v. 05.03.10)!
Nach dem Motto: Wenn
man nicht will, dann kann man unmöglich einen
Verstoß gegen
die Menschenwürde erblicken, wenn die Parole
"Ausländer raus"
oder dergleichen lautet! Menschenunwürdig wäre es
wohl nur,
wenn jemand sie erstens mit einer Peitsche und zweitens ohne
gesetzliche Grundlage sie auch wirklich rausschmeißt. - Es
sei
nur darin erinnert, daß es die bundesdeutsche Demokratie ja
völlig verfassungskonform zustandegebracht hat, das Asylrecht
de
facto abzuschaffen, weil es zu den Konditionen, die das Gesetz
vorsieht, so gut wie gar nicht mehr in Anspruch genommen werden kann.
Demokraten und Faschisten reichen sich allemal ihre Finger, wenn es
gegen Ausländer geht. Und natürlich kann man ja so
tun, als
ob das nur im besten Sinne für sie selber wäre. Keine
Schweinerei ohne - mitunter höchstrichterlicher -
Heuchelei!
(07.03.10)
Ein demokratisches KZ
für Hartz-IV-Empfänger!
Auf
dem Münchner Nockherberg hatte der "Fastenprediger" Michael
Lerchenberg in seiner Rede am Mittwochabend gesagt, Westerwelle wolle
nun alle Hartz
IV-Empfänger in den leeren, verblühten
Landschaften
zwischen Usedom und dem Riesengebirge sammeln. Er fügte hinzu:
"Drumrum ein Stacheldraht - haben wir schon mal gehabt. Zweimal am Tag
gibt's a [eine] Wassersupp'n und einen Kanten Brot. Statt
Heizkostenzuschuß gibt's zwei Pullover von Sarrazins
Winterhilfswerk, und über'm Eingang, bewacht von jungliberalen
Ichlingen im Gelbhemd, steht in eisernen Lettern: 'Leistung
muß
sich wieder lohnen'."
Schöner kann man auf poetische Art den demokratischen
Rassismus im
Unterschied zum faschistischen kaum kenntlich machen. Aber
demokratische Öffentlichkeit und Politik sind die letzten, die
Witz verstünden, entbehren sie doch selber eines solchen.
Hervorzuheben deshalb auch nur die
Verdammungsäußerung der
Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Frau Charlotte
Knobloch: "Bei allem Respekt für die
künstlerische
Freiheit des Kabarettisten Michael Lerchenberg ist eine Grenze
überschritten worden, die nicht hinnehmbar ist. Scherze, die
das
Leid der Opfer in den Konzentrationslagern verharmlosen oder gar der
Lächerlichkeit preisgeben, sind eine Schande für eine
ansonsten gelungene Veranstaltung." (AZ,
05.03.10)
Wäre sie Vorsitzende einer respektablen Religionsgemeinschaft,
hätte sie, würde man jedenfalls meinen, doch
Interesse an
einer Klarstellung über Rassismen jeglicher Coleur. Hat sie
aber
nicht. Ist auch nicht Vorsitzende einer Religionsgemeinschaft. Sie ist
ganz offenbar lediglich Vorsitzende eines Propagandainstruments des
Staates Israel, über dessen Rassismus sie
so wenig reden will wie über all jene staatlichen Rassimen,
die nicht zur Rechtfertigung und Glorifizierung israelischen
Terrors taugen. Den Vergleich mit dem NS-Regime braucht jener
Staat wirklich nicht zu scheuen: Knoblochs Einwand bezeugt genau dies.
(06.03.10)
"Nazis einfach ignorieren"
Daß die Augsburger
Allgemeine
der Meinung Raum gibt, Nazi-Aufmärsche gehörten
einfach und
vorteilhafterweise ignoriert, wundert nicht. Schließlich
entbehrt
sie jeglicher Argumente gegen den Faschismus, ja hält auch
noch
einen dreckigen Nazi-Sack wie Graf v. Stauffenberg hoch, der
bekanntlich ein noch besserer Nazi sein wollte als Hitler
persönlich. Daß der Faschismus eine gar nicht
inkonsequente
bürgerliche "Abart" ganz normaler demokratischer
Herrschaftsverhältnisse ist, ahnen ihre Schreiber ja noch
nicht
mal im Traum.
Das einzige "Argument", das man von "antifaschistischer" Seite
hört und immer wieder hört, ist, daß es
doch die Nazis
gewesen wären, die den Krieg begonnen hätten, sie
also am
allerwenigsten die Opfer beklagen dürfen. Daß die
Nazis den
Krieg begonnen haben, ist kein Argument, sondern ein Fakt, der als
Argument Verwendung findet, also gerade in Ermangelung von
Argumenten gegen die Faschisten. Mit dem "Argument" sind jene auch
nicht zu treffen: Sie stellen sich ja gerade positiv zu ihrem Kriegsprogramm
- deren Kriegsprogramm, deren Kriegszweck
mit jenem "Argument" übergangen ist! - , ja sie halten ein
solches
wohl längst wieder nötig für ihren
angehimmelten Staat,
der ihnen auch mit der eingesackten Ostzone immer noch bzw. schon
wieder zu klein und unbedeutend erscheint.
[Mit der Begründung ihres damaligen Kiregs ("...wird zurückgeschossen"),
haben sie übrigens den Demokraten eine Vorlage geliefert, von
denen diese "gelernt" haben. Sie haben sie schlichtweg in ihr
Lügenarsenal übernommen: Ein Demokrat wie Struck
behauptet
lässig, daß Deutschland in
Afghanistan verteidigt wird, wenn die BRD unter
SPD-Führung einen Angriffskrieg inszeniert.]
Das genannte "Argument" trifft die Sache aber ohnehin deshalb nicht,
weil für Demokraten nicht der Krieg das Argument gegen die
Nazis
ist, vielmehr die deutsche Niederlage in diesem Krieg. Gerade das wird
an der demokratischen Vergangenheitsbewältigung so
überdeutlich. Deshalb wird ein Stauffenberg verherrlicht -
denn
rein fiktional schreibt man dem zu, hätte er einen irgendwie
erfolgreichen Krieg für Deutschland führen
können, wenn
er denn schon einen nicht erfolgreichen nicht verhindern hat
können. Ja, so geht demokratische Logik [sicherlich gar nicht
so
leicht verständlich, wie sie das rechthaberisch hindrehen] in national
ungebrochener Kontinuität. Umgekehrt wäre
für die Nazis eine deutsche Niederlage in Afghanistan wiederum
ein Argument für ihre
nationale Aufbruchsstrategie. Und ein im nationalen Interesse so
produktiv geführter Streit soll ignoriert oder gar von einem
deutschen Gericht unterbunden werden, indem die Nazis gar nicht mehr
marschieren dürfen? Gehören Nazi-Aufmärsche
nicht zur
Lebendigkeit einer demokratischen Nation bezüglich des Erfolgs
und
ihrer Erfolgsrezepte? Mit wem soll sie denn konkurrieren, an wem soll
sie denn in ihrer Größe wachsen, die schöne
Demokratie,
wenn nicht mit und an diesen derangierten Typen, die sie ziemlich
heuchlerisch als "ewiggestrig" abstempelt?
Übrigens: Waren ein Hitler, ein Stauffenberg, ein
Göbbels
nicht auch völlig derangierte Typen, deren Staatsprogramm
beizeiten ernstzunehmen, nichtsdestotrotz angebracht war?
Natürlich: am allerwenigsten für Demokraten.
(Und die Antifa-Szene braucht offenbar auch keine Argumente, der reicht
es, Schilder mit der mehr als doofen Aufschrift "Nazis raus" in die
Luft zu halten. Gewissensdemonstration hirnlosester Sorte, weil: Nur so
glaubt man, in der Demokratie überhaupt punkten zu
können.)
(27.02.10)
"Arbeit
macht frei"
Diese
Inschrift in metallenen Lettern, angebracht über dem
Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, wurde gestohlen. Politiker
zeigen sich empört. Sie wissen um den Zynismus dieses Spruchs:
Zwangsarbeit macht nicht frei. Sie stehen einer Gesellschaft vor, deren
Dogma umgekehrt lautet: Frei, um - für Geld - zu arbeiten. Der
Zwang ist aufgrund des Angewiesenseins auf den Verkauf seiner eigenen
Arbeitskraft zwar kaum geringer, erscheint aber so, als wäre
er
der Traum aller Träume eines freien Willens. Zu dessen Lob,
dem
der freiwilligen Unterwerfung unter die gesellschaftlichen Bedingungen,
taugt der Kontrast zur NS-Inschrift sehr gut. Klar, daß
demokratische Politiker den ehernen Spruch vermissen. Wenn schon sonst
nichts für Lohnarbeit spricht, dann doch zumindest die
grauenhafte
Alternative eines NS-KZs. Wenn die Nationalsozialisten geahnt
hätten, wofür ihre Taten noch alles gut sein
sollten...
(18.12.09)
Demokratische
Vergangenheitsbewältigung, Kapitel 397
Frägt
man einen Gymnasiasten der Oberstufe oder einen Studenten, wer Kurt
Schumacher gewesen war, wird er in aller Regel allenfalls etwa
antworten, der "Adenauer der SPD", also ein irgendwie
großartiger
deutscher Politiker, der in die Geschichte einging. Ein Haupt- oder
Realschüler weiß vielleicht zu antworten,
daß eine
lange Straße im Stadtteil Lechhausen nach ihm benannt ist -
aber
ansonsten? Mittlerweile ist es ja auch so, daß man keine
(geschichtsbeflissenen) Sozialdemokraten mehr trifft, die einem
Näheres erzählen könnten. Umso
bemerkenswerter ist die
Einlassung des brandenburgischen SPD-Ministerpräsidenten:
"Und nun hat also dieser Matthias Platzeck, der Buh-Mann der
Nation
im Jubelmonat des Mauerfalls, sein rot-rotes Bündnis in
Brandenburg ausgerechnet mit einer Parallele zum Umgang der
frühen
Bundesrepublik mit der SS gerechtfertigt: 'Bereits
im Oktober
1951 - nur sechs Jahre nach dem Krieg! - empfing der SPD-Vorsitzende
zwei frühere hohe Offiziere der Waffen-SS zu einem
Gespräch.' Kurt Schumacher habe von einer
'menschlichen und
staatsbürgerlichen Notwendigkeit' gesprochen,
'der
großen Masse der früheren Angehörigen der
Waffen-SS den
Weg zu Lebensaussicht und Staatsbürgertum freizumachen'."
(taz, 11.11.09)
Die SPD ist ja wirklich nicht nachtragend. Die NSDAP hatte ja
seinerzeit den Antrag des SPD-Abgeordneten Wels [in seiner letzten und
einzig berühmt gewordenen Rede nach Machtergreifung der
Faschisten] nach einer Beteiligung der Sozialdemokratie an der
Verantwortung für Deutschland abgeschmettert - wie jede
Partei,
die allein die Macht auszuüben imstande und nicht auf
Koalitionen
angewiesen ist [von der gesinnungsgleichen DNVP können wir
hier
getrost abstrahieren]. Nein, die SPD ist nicht nachtragend und
eröffnet ihrem, einst hauptsächlich praktischen
Gegner einen
Weg in die demokratische Gesellschaft: Anerkennung des Faschismus als
Bestandteil der Demokratie, den man einfach nicht
ausschließen
kann und will!
Ja, wenn linke Systemkritiker Sozialdemokraten Affinität zum
Faschismus nachweisen, dann mag sich der ein oder andere
empören:
Doch die Sozialdemokratie beweist es selber.... Und mit solchen Typen
koaliert DIE LINKE. Alles wirklich sehr, sehr adenauer-christlich!
(11.11.09)
Die Kritik von Kardinal Meisner
an den
Thesen eines Gen-Dogmatikers hat breiten Widerhall gefunden, wie so
oft, wenn ein kirchlicher Würdenträger ein
heißes Eisen
anfaßt. Dabei ist jedoch deutlich geworden, wie wenig gerade
linke Kritiker - wie wohl sie vor Wut auch schäumen
mögen ob
der vorgenommenen Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Kommunismus
- die Sache selber richtig zu kritisieren vermögen:
Es ist ja zunächst gar nicht zu bestreiten, daß der
britische Biologe Richard Dawkins ein Sozialdarwinist ist, also einer,
der aus den Genen den Menschen determiniert: Ein Mensch kann nicht
anders, er ist einfach - genetisch bedingt - so: So geht Dawkins
Bestreitung des (freien) Willens und die Ignoranz der gesllschaftlichen
Verhältnisse, mit denen der sich - meist ziemlich unfreiwillig
-
herumschlagen muß. Von dieser Grundlage aus, ist es nicht
schwer,
auch Rassenunterschiede auszumachen, wie es dann die Faschisten gemacht
hatten. Dawkins bastelt also aus einer Wissenschaft namens Biologie
eine Ideologie, entfernt sich also von der Wissenschaft, von den Genen,
und dichtet ihnen eine Eigenschaft an, die er natürlich nicht
beweisen kann, nämlich die, daß sie das Denken der
Menschen
steuerten, der Mensch also ein gesteuerter sei und keiner, der die
freie Wahl hat, sich für das oder jenes zu entscheiden. Mit
dieser
Zweckentfremdung der Wissenschaft für eine Ideologie wird er
zum
quasi natürlichen Gegner anderer Ideologien.
Z.B. zu dem Gegner der Ideologie eines Christenmenschen, welcher
glaubt, daß der Mensch von Gott bestimmt werde (wenn er sich
denn
bestimmen läßt), daß alles in Gottes Hand
liege und
der Mensch deshalb gut daran täte, sich nicht von Gott
abzuwenden
und anderes, z.B. "die Wissenschaft", anzubeten. Meisner kritisiert
also gar nicht das Ideologische am Konstrukt Dawkins, vielmehr allein
dessen Rückgriff auf die Materie selber. Jene Ideologie
erscheint
ihm somit nicht rein, in seiner streng moralischen Betrachtung der Welt
also des Teufels. Er bringt zwar Dawkings in den richtigen Zusammenhang
zum Faschismus, erkennt aber nicht den eigentlichen Fehler solchen
Denkens; das wäre ja der Ast, auf dem er selber sitzt. "Ähnlich
wie einst die Nationalsozialisten im einzelnen Menschen primär
nur
den Träger des Erbgutes seiner Rasse sahen, definiert auch der
Vorreiter, der Engländer Richard Dawking, den Menschen als
'Verpackung der allein wichtigen Gene', deren Erhaltung der vorrangige
Zweck unseres Daseins sei." (Predigt am 01.11.)
Was Meisner aufstößt, ist der entdeckte
Materialismus, mit
dem Dawkins seine Ideologie haltbar machen möchte. In
vergleichbarer Weise gehen übrigens die unter den Linken vor,
die
sich nicht entblödeten, die Marxsche Kritik in eine Ideologie
zu
verwandeln. Diese Ideologie besagt, daß der Mensch von der
Gesellschaft bestimmt sei, also eben nicht von den Genen. Deshalb
täte er gut, dieser Bestimmung auch zu entsprechen, sich
also gesellschaftlich zu engagieren. Ein solches Engagement -
sofern es moralisch in Ordnung geht, also den Begriff "sozial" verdient
- mache schon mindestens einen halben Kommunisten aus. Auch hier
entdeckt Meisner nicht die Ideologie, sondern ihre materielle
Verwurzelung in der Gesellschaft, in irdischen Belangen. Von Meisners
"emanzipierten" ideologischen Standpunkt aus betrachtet ist die
Gleichsetzung von Faschismus und Kommunismus naheliegend, ihr
Unterschied - einmal individuell-genetisch, einmal
gesellschaftlich-soziologisch begründet, geradezu unerheblich.
Was
er möchte, ist der reine Glauben, der sich über das
geradezu
profane Wissen, daß der Mensch aus Zellen besteht und in
einer
Gesellschaft lebt, erhebt. Denn für ihn ist eine materielle
Ableitung von Glaubenssätzen die Sünde schlechthin
und
muß es ja sein, ansonsten wäre die gesamte Kirche ja
gegenstandslos. (Das macht im übrigen auch den
Fundamentalismus
einer Religion aus.) (04.11.09)
Rassismus faschistischer Art
ist mit dem von Leuten wie
Rüttgers oder Sarrazin
nicht zu vergleichen, aber warum eigentlich nicht? Es fehlt dem
demokratischen doch "nur" diese
extreme praktische Konsequenz: Arbeitslager, KZ, Krieg gegen Nationen
mit minderwertigem Menschenmaterial...
Ja, wenn einer selber an seiner Lage schuld ist - so die vorgebrachte
Ideologie -, also nicht will und also auch nicht fähig ist,
dann
ist das Angebot, sich für die deutsche Nation
nützlich zu
machen, eben nicht nur ein Angebot, sondern eine Drohung.
Gegenüber Ausländern nimmt sich auch der
demokratische Staat
sehr viel heraus, schließlich stehen die bei einem anderen
Staat
mehr in der Pflicht als im "Gastland" BRD, also "verdienen" sie schon
von vorneherein eine ganze Portion mehr Skepsis. Das legt der
demokratische Staat ihnen
zur Last. Und die Konsequenz ist die entsprechende
Behandlung. Eine solche Position ist nichts anderes als Verantwortung
demokratischer Staatsmänner, von denen einer kürzlich
zur
Bundesbank gewechselt war: Warum soll demokratischer und
ökonomischer Rassismus nicht zusammengehen? "Wer nicht
arbeitet,
soll auch nicht essen!" (NSDAP), "Arbeit soll sich wieder lohnen!"
(FDP, 2009) (15.08.09)
"Braun oder nur doof?"
fragte
ausgerechnet das
deutschnationale Massenblatt aus dem Hause Springer - das bekanntlich
einem faschistischen Gedanken selten abhold ist - bezüglich
der
Fernsehmoderatorin Eva Herman, die aufgrund dessen, daß sie
faschistische Familienwerte - die Familie als Keimzelle der
Volksgemeinschaft (und als solche vom Staat nicht genügend
protegiert und propagiert etc. und anderes mehr, siehe Abbbildung) -
vertreten hatte, aus dem Sender flog.
Jetzt hat sie gegen Springer doch glatt vor Gericht erstritten,
daß dieser nicht mehr behaupten darf, daß sie "den
Nationalsozialismus in Teilen gut findet". Das muß Springer
nun
laut dpa
richtigstellen und
25.000 Euro aus der Portokasse berappen. Doch die treffende Frage
bleibt: Kann und darf man Nazi-Gedankengut vertreten, ohne Nazi genannt
werden zu dürfen? Ja, das geht sehr wohl im deutschen
Rechtsstaat,
zumindest soweit es die Urteilsfindung des OLG Köln
betrifft. (30.07.09)
Noch ein Plädoyer für (mehr) Unterwerfung!
Das
CSU-Verlautbarungsorgan Augsburger
Allgemeine
hat sich nicht gescheut, mal auf Pluralismus zu machen, und hat dem
rechtsradikalen, antiislamischen Haßprediger, dem aus dem
erzkatholischen Polen stammenden Henrik M. Broder Platz
eingräumt (AZ,
28.07.09): Den nutzte dieser, um Werbung für ein
Büchlein
eines römisch-katholischen Pfaffen zu machen, welcher offensiv
bedingungslose Unterwerfung unter "Gott" propagiert; mit "Gott" meint
jener
natürlich den Papst und dessen Spießgesellen, zu
denen er
als Mitglied der "Päpstlichen Theologenakademie" selber
gehört. Das hat der Geistesgröße Broder
natürlich
voll eingeleuchtet: Für ihn gibt es keinen "Urlaub von Gott",
so
er nicht Allah heißt. Was Unterwerfung unter die
höchsten
Dinge, die man sich ausdenken kann, anbelangt sind sich Christ- und
Profan-Faschisten nun wirklich zum Verwechseln ähnlich.
Kompatibel
ist beides allemal. (30.07.09)
Der bayerische CSU-Vorsitzende
Horst Seehofer
hat der
Bundeskanzlerin bei
ihrem Besuch des CSU-Parteitags ein Buch über die "Geschichte
Bayerns" des Münchener Landeshistorikers Andreas Kraus,
erschienen
im renommierten Beck-Verlag, geschenkt, wie die taz am 20.07.
berichtet. Darin vertritt der Autor unter anderem die Auffasung,
daß
"Politiker endlich den täglichen, widerlichen Streit ruhen
lassen
sollten, der beim Volk nur zu Politikverdrossenheit führt, nie
zu
wahrer, aus Überzeugung gewachsener Gefolgschaft".
Eine
saubere Überzeugung, die der Herr Ministerpräsident
der
Kanzlerin da nahelegt; da möge sie sich doch mal ein Beispiel
an
dem anderen deutschen Kanzler nehmen, der einst dem parlamentarischen
Streit den Kampf angesagt hatte, weil er ihn blödsinnig und
kontraproduktiv für das Wohl der Nation hielt! "Der Marxismus aber",
sprach jener, "stellt
sich als den in Reinkultur gebrachten Versuch der Juden dar, auf allen
Gebieten des menschlichen Lebens die überragende Bedeutung der
Persönlichkeit auszuschalten und durch die Zahl der Masse zu
ersetzen. Dem entspricht die parlamentarische Regierungsform, die wir,
von den kleinsten Keimzellen der Gemeinde angefangen bis zur obersten
Leitung des gesamten Reiches, so unheilvoll wirken sehen..."
(MK, S.498) Tja, mehr Führung und weniger demokratisches
Techtelmechtel anzumahnen, ist nach wie vor ein beliebter Kritikpunkt
an die Adresse demokratischer Parteien und an die demokratische
Regierungsform selber. Das Ideal von Führung und Gefolgschaft
haben bürgerliche Parteien demokratischer wie faschistischer
Art
in der Tat gemeinsam. Dem Faschisten fehlt allerdings die konsequente
Verwirklichung.
Diese ganze Debatte um Führung und Gefolgschaft, z.B. in der
Forderung nach Geschlossenheit einer Partei oder der Frage nach der
Führungspersönlichkeit des
Spitzenkandidaten, ersetzt
oft genug die politischen Inhalte und soll sie auch ersetzen. Eine
geschlossene Falanx soll jeder Parteitag vermitteln. Seine
Sportpalastatmosfäre soll die so überaus
mündigen
Bürger überzeugen, daß sie es mit einer
wirklichen
Führung zu tun haben, also einer, bei der sich geradezu blinde
Gefolgschaft lohnt. Das, hat Seehofer offenbar gemeint, sei ja wohl an
der Kanzlerin nicht abzusehen. Ob er schon einen echten Führer
-
einen blaublütigen vielleicht sogar - als Kanzlerersatz im
Auge
hat? (20.07.09)
Warum
Demokraten Faschisten nicht kritisieren können
Ein Vortrag von Freerk Huisken jetzt online (mp3). (15.07.09)
Ein Überblick über faschistische Bestrebungen in
Ost-Europa
ist nachzulesen unter Blick
nach rechts.
Faschismus findet dort guten Nährboden, wo kapitalistische
Entwicklungen im Scheitern begriffen sind, die nationalen
Erfolgsansprüche jedoch bestehen bleiben: Sie werden gegen die
(herrschende) Politik eingefordert, der nicht weniger als ein Vergeigen der Nation
vorgeworfen wird. Der nationale Standpunkt, der mit der
Auflösung
des Realsozialismus ins Recht gesetzt worden ist, hat gute Nahrung dort
gefunden, weil ihn jene merkwürdige Art von Sozialismus gar
nie
und schon gleich nicht grundsätzlich kritisiert hat. Jetzt
schlägt er - so imperialistischerseits nicht gewollt - gegen
die
Statthalter westlicher, kapitalistischer Maßstäbe
vor Ort
aus. Zu spüren bekommen es insbesondere die, die vom System
sowieso gesellschaftlich ausgegrenzt werden, wie Obdachlose, die in
Osteuropa zahlreichen Sinti und Roma sowie viele andere, nicht zur
Nation Passende. (31.05.09)
Polski Faszyzm
Friedensnobelpreisträger
und Christfaschist Lech Wałęsa trat unter großem Hallo
für
100.000 Euro bei der polnischen Faschistenorganisation Libertas auf.
Das Geld habe er halt gebraucht und außerdem
müßten
die radikalen Kräfte eingebunden werden, so rechtfertigte er
sich
gegen die überschäumende Kritik. Diese hatte ihm
vorgeworfen,
die Demokratie, das Ansehen Polens, dessen Ruf im Ausland sowie seinen
eigenen zu schädigen, der bekanntlich darin besteht, den
(vermeintlichen) Kommunismus, den Realsozialismus, quasi im Alleingang
seinerzeit erledigt zu haben. Wo der Faschismus unterwegs ist, ist
übrigens auch die gewichtige Plaudertasche Daniel Cohn-Bendit
nicht weit; er ließ in der polnischen Zeitung Dziennik die
ausländische, geläutert-deutsche und
gesamteuropäische Besorgnis verlauten. -
Wenn alle Stricke reißen, könnte Wałęsa
in die BRD flüchten, dort Asylantrag stellen und
schließlich
ehrenhalber eingebürgert werden. Ihm würde - wenn
schon nicht
die Aufgabe, die NPD heim in die Republik zu holen - von der SPD
aufgetragen, nebst den deutschen Arbeiterführern IGM-Huber und
DGB-Sommer den Bundespräsidenten
2014 mitzuwählen, weil er ja etwas vom Amt eines
Präsidenten
verstünde. (22.05.09)
Dumme und saudumme Faschisten
"Rund
700 Personen waren bei der Demonstration der Bürgerinitiative
[gegen den geplanten Ausbau des islamischen Zentrums in der Brigittenau
(Wien)] mit Beteiligung der FPÖ mitmarschiert. Die Sprecherin
der
Initiative, Hannelore Schuster, sorgte bei ihren Abschiedsworten
für Aufregung, als sie auf auf Nazi-Rufe der
Gegendemonstration
reagierte. Schuster:
'Ich möchte mich auch bei den Christen bedanken, daß
sie den
Mut gehabt haben, mit uns Nazis zu gehen. Langsam finde ich das schon
als einen Ehrentitel.' Dann
kündigte Schuster weitere Demos an. Es gehe dabei nicht gegen
den
Islam, sondern um die Befürchtung, daß Lärm
und Verkehr
weiter zunehmen könnten." (orf, 15.04.09)
Manchen Faschisten stinkt die Dummheit dieser Alt-Nazis, mit denen kaum
noch ein Blumentopf zu gewinnen ist. Sie orientieren sich vorzugsweise
am erfolgreichen Faschismus und Rassismus heutiger Zeit. Da entdecken
sie den Staat Israel und wedeln statt mit der Hakenkreuzfahne mit der
Davidssternflagge. Das finden sie dann richtig provokant. Sie wollen in
ihrem Kampf für Israel, der ja nicht nur einer für
diesen
Staat ist, mehr Vorkämpfer sein als die BLÖDzeitung,
die ihnen viel zu wenig offensiv, ja fantasielos erscheint. Wie sehr
sie mit Israel für faschistische Ideologie kämpfen,
macht ein
neues Pamflet aus Nürnberg klar, Kriegbetitelt
(das sagt ja wirklich schon so gut wie alles!). Und damit das
nicht allzu profan erscheint, hat der Autor im griechischen
Wörterbuch nachgeschlagen. So wie die alten Faschisten den
Kommunisten die rote Farbe und das Wort Sozialismus streitig gemacht
haben, versuchen die neuen das nun auch mit wahllos
zusammengestückelten
Worten von Marx selber, um sich selber den Anschein von
Intellektualität zu geben. Antideutsche sind die wahren
Deutschen,
weil sie den Nationalismus geradewegs neu erfinden! Sie haben der
deutschen demokratischen Bundesrepublik wirklich noch gefehlt!
Am erfolgreichen Nationalismus sich zu orientieren, ist die Devise,
weil man gegen die herrschenden Verhältnisse keine
Einwände
haben möchte, außer dem, daß er noch
vereinzelt Gegner
hat. Zum Beispiel in persona Jürgen Elsässer, der
sich
für ein alternatives nationales Staats-Projekt und damit gegen
die
USA stark macht. Während die einen also die "Herrschaft des
internationalen Finanzkapitals" geil, weil rassistisch unschlagbar
finden, prangert der sie an. Das gäbe ja noch ein
schönes
Hauen und Stechen, wären sie nicht alle zusammen solche
Maulhelden. Der nationale Erfolgsweg ist stets umstritten...
"Auschwitz" taugt übrigens seit Joschka Fischer ja nun
wirklich
für alles, warum also nicht auch zur Begründung eines
"neuartigen" Faschismus? Tolle Idee, wirklich: Copyright by
Antideutsche Nazispielwiese. (15.05.09)
Das Finanzdebakel eines deutschen Anstandsvereins
Das
finanzielle Gebaren, das die NPD an den Tag legt, kommt in den besten
bürgerlichen Parteien vor. Genaugenommen also kein ehrlicher
Grund zur Aufregung der demokratischen Parteien: Allein, jetzt ist ihre
faschistische Konkurrenz da, wo man sie haben will: Chancenlos, ihnen
Parlamentssessel wegzunehmen einerseits; andrerseits ist ihnen auch
noch die Verbotsdiskussion erspart. Es ist ein Glücksfall
für
die Demokraten, zumal eine Kollateralwirkung auch noch feststeht: Wenn
man schon alternativ-nationalistische Gedanken hegt, dann
führt an
einem Beitritt in demokratische Parteien kein Weg vorbei. Ein Weg, den
viele Herzblut-Faschisten ja ohnehin schon längst beschritten
haben, wenngleich ihnen demokratische Fassade zu bewahren, mitunter
schwerfällt. (05.04.09)
Das Erschrecken des Herrn Schäuble
Wie eine
Untersuchung des
Bundesinnenministeriums erbracht hat, gehören fast 5 Prozent
der
Jungen rechtsextremen Vereinigungen an. Der Prozentsatz bei den
Mädchen ist halb so hoch; kaum weniger schlimm, weil das
lediglich darauf
zurückzuführen ist, daß sie sich generell
weniger
für Politik interessieren.
Das mag - uns jedenfalls - nicht überraschen. Dreimal die
Augen reibt man sich freilich, wenn man liest, daß sich
ausgerechnet Bundesinnenminister Schäuble (CDU)
darüber
"erschrocken" gezeigt hat. Schäuble, das ist ja bekanntlich
der
Mann, dessen Tagwerk darin besteht, die Republik nach rechts zu
schieben. Doch gemach! Er ist allein darüber
erschrocken, daß die ausländerfeindlichen
Jugendlichen -
für fast 30 % gibt es hier zuviele Ausländer
- nicht in
der Union oder einer anderen demokratischen Partei
untergeschlüpft
sind, dann wären sie nämlich im Grunde kein Problem
für
den Staat. Vielleicht hat Schäuble diesbezüglich auch
an
seiner eigenen Agitation einen Augenblick lang gezweifelt, denn
gewiß ist es ärgerlich, wenn sich die
gewünschten
Ergebnisse nicht in einer Stärkung der eigenen Partei
niederschlagen, einer Partei, die immerhin Heimat für Leute
ist,
die in ihrer Charta vom "christlich-abendländischen
Kulturkreis"
und vom "deutschen Volkstum" schwadronieren. Aber vielleicht erscheint
den jungen Faschisten ja nur unverständlich, daß
sich daraus
kein expliziter Kampfauftrag ableitet. Anders gesagt: Die
Ausländerfeindschaft soll hierzulande nicht als solche in
Erscheinung treten, sondern in Form seriöser Politik. Das
erscheint manch jugendlichem Heißsporn dann doch etwas
verlogen.
Die positive Darstellung des Rassismus als Ausländerfreundschaft, das
ist also das, woran die Politik laboriert und was Schäuble
kurz mal erschrecken ließ.
[Wem das zu abstrakt ist, der denke - außenpolitisch - nur
mal an
den CDU-Vorschlag, der ja so gar nicht abendländischen
Türkei
eine "privilegierte EU-Partnerschaft" anzutragen. Oder innenpolitisch
an die Integrationskonzepte, an den Islamunterricht in Schulen usw.]
(19.03.09)
CSU
schützt faschistisches Gedankengut
Die
SPD-GRÜNE-Opposition im bayerischen Landtag hat die
Untersuchungsergebnisse über rechtsgerichtetes Gedankengut zur
Sprache gebracht. Danach hängen in Bayern über 30 %
der
Bevölkerung einem - wie es genannt wird -
"übersteigerten"
Nationalismus an. (Daß Nationalismus generell eine Krankheit
ist
und der ganz normale der Keim für den etwas radikaleren,
wollte
die SPD-Studie von der Friedrich-Ebert-Stiftung natürlich
nicht
behauptet haben.) Im Bundesdurchschnitt sind es "nur" 18%. Rassistisch
(ausländerfeindlich) eingestellt sind 39 % (Bund 25).
Diktaturen
werden von 8 % (Bund 5), Sozialdarwinismus von 6 % (Bund 5),
Antisemitismus von 17 % (Bund 9) befürwortet, von 6 % (Bund 4)
wird die nationalsozialistische Herrschaft zu verharmlosen versucht.
Wie kommt es also, daß Faschismus mitten in der Demokratie
blüht und gedeiht? Dazu weiter unten auf dieser Seite die
beantwortenden Literaturhinweise.
Der bayerische Innenminister Herrmann von der CSU reagierte, als
hätte er sich selber in seiner Gesinnung ertappt
gefühlt. Er
stellte sich vor "unsere Bürger und Bürgerinnen", als
wären die in ihrer Person und nicht in ihrem falschen
Gedankengut
angegriffen: "Wer Mut zu
einem starken Nationalgefühl hat, ist deshalb noch lange kein
Rechtsextremer." (AZ,
10.03.09) Merke also: Wer braunes Gedankengut vertritt, ist in der CSU
gut aufgehoben und darf als Mitglied und Stimmvieh jener Partei nicht
in die braune Ecke gestellt werden! Und als ob jene Bemerkung noch
einer Klarstellung bedurft hätte, sprang der AZ-Kommentator Uli
Bachmeier seiner
Obrigkeit zur Seite: Er könne sich schlecht
vorstellen, daß faschistisches Gedankengut
außerhalb dem
einen Prozent, das die NPD bei den letzten Wahlen erhalten hat,
verbreitet wäre. Was für
Geistesgrößen doch
demokratische Meinungsmache betreiben! (12.03.09)
Mutter,
deutsch denkend, normal?
"Der
Staat als organisatorischer Rahmen des Volkes muß wieder
souverän werden, die Wirtschaft sollte dem Menschen dienen,
nicht
umgekehrt und die altbewährten Werte, wie Ehrlichkeit,
Fleiß, Ordnung und Gemeinsinn müssen in der
Gemeinschaft des
Volkes verankert sein, also gelebt werden. Werte sind jedoch an
Traditionen und an das Wesen eines Volkes gebunden, welche erhalten
werden müssen. Grundlage hierfür ist, daß
sich das
Charakteristische des deutschen Volkes durch Einwanderung nicht stark
ändert."
Welche
demokratische Politikerin - Ursula von der Leyen, Ulla Schmidt usw. -
hätte dagegen schon Einwände? Sicher, so klar
formulieren tun
sie es in der Regel nicht, wenn sie ihre rassistische Politik machen,
das überlassen sie schon einer bürgerlichen
Öffentlichkeit [Springer-Presse!], die ihrerseits keineswegs
auf
dieses Zitat einer Stella Hähnel aus Berlin
zurückgreift, hat
doch die NPD den negativen Beigeschmack allzu dummer Glatzen, nicht so
freilich deren Gedankengut. Jene Stella ist Jahrgang 1972, hat
Abitur und 2 Kinder [mit so einer Mutter muß man ja
schön
geschlagen sein!] und gehört dem Ring Nationaler Frauen (RNF),
einer NPD-Unterabteilung, an. Nationale Blödheit - ein
Charaktermerkmal der Deutschen? Nein; vielmehr Produkt kapitalistischer
Verhältnisse demokratischer Nation: "Aus einer
anfänglichen
Protesthaltung entwickelte sich bei Stella Hähnel eine klare
politische Weltanschauung und die Überzeugung, daß
nur die
NPD in der Lage sein wird, daß 'Ruder
rumzureißen'." (Zitat
RNF-Website) (05.03.09)
"Vertreibung"
Der
polnische Außenminister Radosław Sikorski
fragte, ob die Bundesvorsitzende des "Bundes der Vertriebenen"
Erika Steinbach (CDU-Mitglied) überhaupt eine Vertriebene sei,
und
nicht vielmehr ein Flüchtling, wo sie doch mit Hitler
in
unser Land gekommen sei und mit Hitler geflohen (Gazeta Wyborcza,
24.02.09). Damit wollte er sicher nicht bestreiten, daß es
einige
gab, die den deutschen Truppen nicht rechtzeitig hinterhergekommen
sind. Zu ihrem Glück ist ihrem Wunsch, zu Deutschland zu
gehören, großzügigerweise von den
Regierungen Polens
und der Tschechoslowakei entsprochen worden. Manche von ihnen haben
sich freilich undankbar gezeigt und sind lieber weiterhin auf ihren
deutsch-faschistischen Großmachtfantasien herumgeritten.
Heute
freilich gibt es fast nur noch Berufsflüchtlinge, die sich
freilich nicht minder in die Politik einzumischen versuchen und denen
demokratische Parteien ein Forum bieten.
[Abbildung: Wer erinnert sich nicht an das legendäre Titelbild
der Zeitschrift wprost?
Andere wurden hierzulande weniger bekannt.] (25.02.09)

Bürgermeister Fischer -
ein Vorkämpfer des Faschismus
oder der Demokratie?
Ein
gewisser Ludwig von Fischer, Angehöriger der nationalliberalen
"Fortschrittspartei" war von 1866 bis 1900 1. Bürgermeister
Augsburgs und zeitweise auch Reichstagsabgeordneter. Nach ihm ist bis
heute die Bürgermeister-Fischer-Straße benannt. Als
Bismarck-Anhänger votierte er 1870 für den Krieg
gegen
Frankreich. Und nicht nur das. Er gehörte dem
Präsidium des
"Allgemeinen Deutschen Verbandes" an, der mit seinem
völkischen
Gedankengut als früher Wegbereiter des Nationalsozialismus
gilt.
Die Ziele des Verbandes in einem Aufruf (zitiert nach Otto Bonhard, Geschichte des Alldeutschen
Verbandes, 1920):
"In die
Mitte von Europa
gestellt und an seinen Grenzen bedroht von fremden und feindlichen
Nationalitäten, bedarf das deutsche Volk mehr als alle anderen
Völker der vollen und einheitlichen Zusammenfassung seiner
Kräfte, um seine Unabhängigkeit nach außen
und die
Entfaltung seiner Eigenart im Innern zu sichern. ...
Erst die großen Kämpfe von 1866 und 1870 errangen
die Schaffung des deutschen
Einheitsstaates und damit die Grundlage, auf welcher unser
Volk den Wettbewerb mit
anderen Nationen aufzunehmen vermag. ...
Es würde falsch
sein, anzunehmen, daß durch die Errungenschaften
der letzten Kriege die
politische Entwicklung Deutschlands bereits ihren endgültigen
Abschluß erreicht hätte. Noch ist der Ausbau
des nationalen deutschen Reiches
nicht beendet, und
über See genießt unsere Flagge noch nicht das
Ansehen, wie es der ersten Kriegsmacht Europas zukommt.
Noch immer taucht alljährlich der große Strom
unserer
Auswanderung in fremden Nationalitäten unter, um daselbst
dauernd
zu verschwinden, und ein unter allen Umständen sicheres Absatzgebiet
für unsere Industrie fehlt uns, weil uns eig'ne
aufnahmefähige Kolonien in angemessenem Umfange fehlen. ...
In solcher Überzeugung hat sich der »Allgemeine
Deutsche
Verband« begründet... Der Zweck des Allgemeinen
Deutschen
Verbandes ist:
1. Belebung des
vaterländischen
Bewußtseins in der Heimath und Bekämpfung aller der
nationalen Entwicklung entgegengesetzten Richtungen.
2. Pflege und Unterstützung deutsch-nationaler Bestrebungen in
allen Ländern, wo Angehörige unseres Volkes um die
Behauptung
ihrer Eigenart zu kämpfen haben, und Zusammenfassung aller
deutschen Elemente auf der Erde für diese Ziele.
З. Förderung
einer thatkräftigen deutschen Interessenpolitik in Europa und
über See. Insbesondere auch Fortführung
der deutschen Kolonial-Bewegung zu praktischen Ergebnissen.
Als Mittel, wie diese Zwecke durch eine Verbandsbilduпg zu erreichen
sind, fassen wir vornehmlich die
Belehrung unseres Volkes durch Wort und Schrift ins
Auge.... Auf
diese Weise hoffen wir, die deutsche Nation mehr und mehr mit dem Geist
einer entschlossenen Weiterentwicklung unserer nationalen Machtstellung
in Europa und über See zu erfüllen. Aber
das Volk vermag verfassungsmäßig auch unmittelbar in
den
Gang der Entwicklung einzugreifen. Durch die Mitarbeit der
Volksvertretungen an der Gesetzgebung des Reiches ist der Weg gezeigt,
auf welchem wir unsere Anschauungen sofort praktisch geltend zu machen
vermögen. Es wird die Aufgabe des Allgemeinen Deutschen
Verbandes
sein, auf eine solche Zusammensetzung der parlamentarischen
Körperschaften hinzuarbeiten, daß in denselben immer
nachdrücklicher der Geist deutsch-nationalen Stolzes
vorherrschend
wird und ihre Haltung in den Einzelfragen vorwiegend bestimmt."
Manches liest sich wirklich sehr modern und sehr demokratisch; es ist
deshalb hier fett gedruckt hervorgehoben. Fischers Vergangenheit ist
heute weitgehend unbekannt. Ob deshalb eine Umbenennung der
zentral gelegenen Bürgermeister-Fischer-Straße
bislang nicht in
Betracht gezogen wurde? Oder müßte die nicht
vielmehr auch
heute noch abgelehnt werden, da sich an den deutschen Zielen im Grunde
nicht
viel geändert hat?
(22.01.09)
Deutsche Faschisten "schossen
zurück", jetzt macht Israel dasselbe
(freilich nicht mit deutschen Politikern, mit und von denen
läßt es sich ja aushalten)
Der
Zentralrat der Juden in Deutschland ist ja sozusagen von Amts wegen
Kritiker des Faschismus. Auch wenn seine Mitglieder heute im
wesentlichen nicht mehr zu den Opfern des deutschen NS-Regimes
zählen, so sehen sie sich als Juden legitimiert genug, das
schreckliche Erbe ihrer ermordeten Religionsbrüder zu
bewahren. So
weit, so billig. Allerdings - mehr als ein moralisches Bekenntnis zum
Antifaschismus ist das kaum: Eine Kritik faschistischer Ideologie, die
über die bloße Auskunft, daß die Nazis
Juden als
Untermenschen betrachtet haben, hinausgeht, ist von den
Wortführern der jüdischen Gemeinde nicht zu
vernehmen.
Wäre ja auch eine delikate Angelegenheit. Denn gleichzeitig
müßte man konsequenterweise ja auch einen anderen
Völkermord mit rassistischer Begründung,
nämlich den
Israels an den Palästinensern, kritisieren. Und das kommt
für
den Zentralrat offenbar nicht in die Tüte, wie z.B. aus einer
Anzeige in der Süddeutschen
Zeitung
v. 10.01.09 hervorgeht. Dort rechtfertigt er den Staatsterror Israels
und behauptet, es schieße ja nur zurück. Diese
Lüge
allein schon verrät die Gesinnung klar und deutlich. (11.01.09)
Meinungsfreiheit ist toll, auch
für die rechten Antidemokraten, warum?
Meinungsfreiheit
ist die Freiheit, jenseits des Inhalts, der geäußert
wird, diesen von Staats
wegen äußern zu dürfen. Unter
diesem Prinzip gelten dann alle
Meinungen gleich,
ob sie begründet sind oder nicht, ob die Begründungen
richtig
sind oder Ideologien, ob die Meinungen auf ein Ziel gerichtet sind oder
nur zum Spaß geäußert werden, ob sie
wesentlich oder
unwesentlich sind, sie etwas zu einer Sache beitragen oder nicht, all
das schert der Staat mit dem Prinzip der Meinungsfreiheit über
einen Kamm. Kein Wunder, daß Demokraten wie Nazis dieses
Prinzip
klasse finden, weil sie so die staatliche GEWALT für ihre
Meinungsäußerung
auf ihrer Seite haben. Wenn schon kein Argument für ihre
Meinung,
dann jedenfalls das allerhöchste, das der Gewalt, für
ihre
Äußerung! Die Gerichtsentscheide, die Nazis das
Demonstrieren nicht verbieten, stellen klar, daß die
Meinugsfreiheit unteilbar ist, so wie die staatliche Gewalt unteilbar
ist. [Die sogenannte Gewaltenteilung bezieht sich allein auf
die
Ausführung und Durchsetzung dieser Gewalt.] Nur Moralisten,
die
wie bei allem auch in Sachen Gewalt zwischen Gut &
Böse
unterscheiden, Leuten, die sich entschieden haben, logischem Denken
abhold zu sein, mag das überhaupt nicht einleuchten. [Das ist
dann
in der Tat ihr Fehler.] (03.01.09)
Haß zu predigen
gebührt allein dem demokratischen Herrenmenschen
Auf
die Anfrage, ob die BRD denn die in Guatánamo festgehaltenen
US-Opfer aufnehmen wolle, reagierte der Berliner Innensenator Erhart
Körting (SPD) äußerst aufgebracht.
Zweifellos
hätten die, wenn unsere us-amerikanischen Verbündeten
sie
dorthin gebracht hätten, Dreck am Stecken, wären
Terroristen,
so der Tonfall des vornehmen Winkeladvokaten im taz-Interview vom
23.12.: "In
Guatánamo sitzt ja nicht der Trekking-Tourist, der durch
Zufall in die Fänge der US-Behörden geraten ist."
Nein, und ein deutscher Staatsbürger auch nicht, nicht einmal
mehr
ein Murat Kurnaz, um den sich ein Herr Steinmeier verdient machen
hätte können, wie er es seinerzeit ja gerne gewollt
hätte, wenn er ihn denn als Deutschen betrachten
hätte
können. Nein, für Ausländer sind "wir" nicht
zuständig, nicht für deren korrekte juristische
Behandlung
noch sonst irgendwas. "Frage:
Es handelt sich um
Menschen, gegen die keine gerichtsverwertbaren Beweise vorliegen. Gilt
dann nicht die Unschuldsvermutung? Körting: Sie
gilt, soweit es um das Strafrecht geht. Deshalb
begrüße ich
es außerordentlich, wenn jetzt der rechtswidrige Zustand in
Guantánamo endlich aufgehoben wird. Тrotzdem halte ich die
Ideologie, die diese Menschen vertreten, für absolut
menschenverachtend und widerlich. Solche Menschen will ich mir nicht
nach Deutschland holen — sofern es sich nicht um deutsche
Staatsangehörige handelt." Einfach anderen eine
Ideologie unterstellen
und fertig ist das rassistische
Urteil. Wofür haben "wir" z.B. das Schengen-Abkommen? Doch
nicht,
daß "uns" einer Rassismus vorhält und "uns" mit der
NS-Justiz
vergleicht, die ihre rassistischen Unterstellungen zur Grundlage
ihrer Urteile gemacht hat: Das müßten "wir"
wohl
zweifellos in ähnlicher Weise machen, wenn "wir" jene denn
nach
Deutschland holen würden. Aber genau darin liegt ja der feine
Unterschied zum NS-Regime, daß "wir" der Versuchung,
wirkliche
Nazis zu sein, einen Riegel vorgeschieben. (26.12.08)
"Neue
Dimension"
Was
ist der Unterschied zwischen einem afrikanischen Asylbewerber, einem
deutschen Obdachlosen und einem deutschen Polizeibeamten, die allesamt
Opfer faschistischer Gewalttaten wurden? Diese Frage stellt sich, weil
Politik wie Öffentlichkeit angesichts des Mordanschlags auf
einen
Polizisten in Fürstenzell bei Passau eine "neue Dimension" des
Nazi-Terrors meinten entdecken zu müssen. Die offizielle
Bilanz in
den letzten 20 Jahren spricht von rund 40 Nazi-Morden, inoffizielle
Beobachter sprechen von etwa 120.
Der Übergang zur Frage, was die staatliche Gewalt jetzt tun
müsse, ist für die - aber keineswegs für
Bittsteller an
sie! - konsequent, weil sie sich angegriffen fühlt. Die
Antwort
liegt auf der Hand: Noch wesentlich mehr mit - rechtsstaatlicher,
versteht sich - Gewalt antworten. Selber staatlich gewährte
Freiheiten z.B. das Demonstrationsrecht infragestellen, bevor die die
Faschisten auch nur ansatzweise infragestellen können! Ein
Übergang zur Kritik des Nationalismus findet selbstredend
nicht
statt. Die von unten oft erhobene Forderung, man müsse an die
Ursachen herangehen, wird im Raume verhallen. Warum wohl? Warum wird
die Debatte denn zielstrebig auf ein Verbot der NPD gelenkt, wenn
jedermann gleichzeitig weiß und einräumt,
daß damit
das zugrundeliegende Weltbild überhaupt nicht aus der Welt
ist?
Man liest ja jetzt wieder in den Zeitungen, wieviel Prozent der
Bevölkerung eine ausländerfeindliche, um nicht zu
sagen:
rassistische Haltung besitzen. Als ob das nicht der Sumpf ist, aus dem
die Blüten der Gewalt sprießen! Und was ist
überhaupt
die Grundlage für diesen so weit verbreiteten Rassismus? Der
kommt
ja wohl auch nicht aus dem Weltall!
Offenbar ist es verhältnismäßig leicht, von
Nazis nicht
verarscht zu werden, aber verdammt schwer, von der deutschen Politik
und einer deutschen Öffentlichkeit, die Vordenker und Echo der
Politik in einem ist, nicht verarscht zu werden. (17.12.08)
Demokraten im Stadion
Francis
Kioyo, schwarzafrikanischer Fußballspieler aus Kamerun, zum
Thema Rassismus: "Rassismus
existiert und ist allgegenwärtig, auch in vielen Stadien. Was
ich
mir beispielsweise so alles beim letzten Spiel in München von
einigen gegnerischen Fans anhören mußte, war
wirklich
schlimm, aber ich habe gelernt, mich nicht provozieren zu lassen. ..."
[Wie wär es denn, wenn die anderen mal was lernten?] Und in
der
Zeit in der Ostzone, wo er drei Jahre in Cottbus kickte: "...echt hart..." (neue szene augsburg,
12/2008) (15.12.08)
Anschauungs-, keine Strafsache!
Es
ist doch immer wieder schön, auch die Demokratie und ihre
Institutionen gegen den Faschismus kämpfen zu sehen. Da liest
man
zum Beispiel am 09.12.08 folgende dpa-Kurzmeldung:
"Der
wegen angeblicher Hakenkreuz-Malereien in die Schlagzeilen geratenen
Lehrerin aus dem bayerischen Kulmbach droht nun doch kein
Strafverfahren. Entsprechende Ermittlungen seien eingestellt worden.
Strafrechtlich seien die Vorwürfe nicht relevant, teilte der
leitende Oberstaatsanwalt Janovsky gestern mit." Man
vermag gar
nicht zu sagen, wer nun eigentlich konsequenter gekämpft hat,
die
Bildungsträgerin oder der Justizbeamte... (11.12.08)
Kauft deutsch!
Wenn
nicht Faschisten, sondern Demokraten auf mehr Konsequenz bei der
nationalen Anstrengung, Deutschland voranzubringen, dringen, dann
hört sich das beispielsweise so an:
"Das ist kein
Konjunkturprogramm.
Wofür geben die das Geld aus? Für Flachbildschirme,
Videorekorder, mp3-Player. Es geht alles nach Fernost."
(Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin von der SPD in der N24-Sendung
»Links-Rechts« zur eventuellen Erhöhung
des Hartz-IV-Regelsatzes) (20.11.08)
Ein
Verblichener >
(von Augsburger
Punker im
AEV-Forum erstmalig veröffentlicht)
Ja, er fand nicht alles schlecht am Faschismus, ja eigentlich ziemlich
viel ziemlich gut, vor allem ja auch die Idee mit dem Bau der
Autobahnen. An der Demokratie dagegen fand er ziemlich viel ziemlich
schlecht, vor allem daß er zuwenig Macht hatte; aber auch
nicht
alles fand er schlecht an der Demokratie: die Freiheiten, die sie einem
wie ihm einräumte, die Fortführung des Autobahnbaus
und die
tollen Autos von VW...
Wer hat ihm zuletzt den Arsch geleckt?
(20.10.08)
Ausstellung: Machtergreifung 1933
Vom
15.09. bis zum 16.11. findet eine Ausstellung des
Stadtarchivs im Rathaus statt, die die Machtergreifung der NSDAP und
die Anfänge ihrer Diktatur 1933 bis 1937 in Augsburg zum Thema
hat. Zur Eröffnung weist ein Historikerprofessor names Wolfram
Pyta gleich die richtige Interpretationsschiene: "Beginn der deutschen Katastrofe!"
Sorgeobjekt ist also der deutsche Staat und Mitmacher sind
unterstellt, entschuldigt und vereinnahmt.
Das Stadttheater beginnt am 27.09. mit einer Ausstellung zur
Gleichschaltung des Theaters, die Staats- und Stadtbibliothek am 01.10.
mit einer Ausstellung darüber, wie sich Presse- und
Verlagswesen
mit der NS-Staat arrangierten, und das Stadtarchiv am 13.10. mit einer
darüber, wie am Ende der NS-Herrschaft Akten vernichtet wurden.
Zu all diesen Vergangheitsbewältigungsausstellungen wird
sicher noch das ein oder andere an dieser Stelle anzumerken sein.
[Diskussionsbeiträge können wie
immer natürlich an KoKa geschickt
werden.]
Wem
im übrigen die moralische Erbauung anhand von
Einzelschicksalen bei genannten Ausstellungen zu kurz kommt - dieses
Vergangenheitsbewältigungsbedürfnis braver Untertanen
hat die
Stadt nicht vergessen -, der wird auf folgende zwei Daten hingewiesen:
14.10.: Im Augustanasaal findet ein Vortrag (Journalist Robert Domes)
über das Leiden des Roma-Jungen Ernst Lossa statt, der in
Kaufbeuren ermordet wurde. 16.11.: Das Jüdische Kulturmuseum
erinnert in der Augsburger Kulturfabrik an das Schicksal der
jüdischen Familie Kraus. (14.09.08)
Demokratisches Einmaleins gegen
Rechtsaußen:
NPD ablehnen, deren Inhalte nach Brauchbarkeit sortieren und
gegebenenfalls für sich reklamieren
Demokratische
Strategie gegen Faschisten ist, deren Themen, so sie
einigermaßen
populär, als die eigenen zu verstehen und zu besetzen, um
jenen so
das Wasser abzugraben. CDU-Politiker Märtz aus Sachsen hatte
das
(noch) nicht kapiert und mußte sich deshalb von seinen
Parteivorderen zurück- und zurechtpfeifen lassen. Er war
nämlich der Meinung, NPD-Vorschlägen durchaus
zustimmen zu
können, wenn sie gut für seinen Kreis wären.
Wenn es
denn schon so unwiderlegbare Gemeinsamkeiten
mit jenen gibt - vom praktisch unentgeltlichen "Arbeitsdienst" bis
zu den Zuwanderungsbeschränkungen
ist da ja viel vorstellbar, was Demokraten durchaus einleuchtet -, dann
muß die Direktive ausgegeben werden, daß das unsere
Vorstellungen und Vorschläge sind, d.h., wenn die gleichen von
der NPD kommen, sie dann aus unbefugten
Händen kommen und somit die Vorschläge selber
desavouieren.
Was natürlich auf keinen Fall sein darf, weshalb wiederum man
ihnen in diesem Falle auch nicht beipflichten darf. Logisch ist dann
freilich auch, daß - wie der CDU-Fraktionsvorsitzende in
Sachsen,
Kretschmer, andeutet - die Stimmen für den NPD-Einzug in die
Kreistag-Ausschüsse möglicherweise nicht von der CDU,
sondern
von der Linkspartei gekommen sind, "um
Stimmung zu machen". (02.09.08)
Völkische Notgemeinschaft wieder ins Gespräch gebracht
Der
Berliner Finanzsenator Sarrazin (SPD), der der Meinung ist,
daß
man sich mit dem Hartz-IV-Tagessatz von 4,25 Euro ausgewogen
ernähren kann und der des weiteren behauptet, er
würde
für 5 Euro in der Stunde auch arbeiten gehen, wenn er, der
Arme im
Geiste, bloß müßte bzw. dürfte
(qua Eigenerlaubnis), hat sich in einem
Interview erneut zu Wort gemeldet - offenbar in der Meinung,
daß
man seine faschistische Gesinnung nicht als solche zur Kenntnis nimmt,
wenn er sie als Mann der SPD vorträgt - und zwar
folgendermaßen: "Wenn
die Energiekosten so hoch sind wie die
Mieten, werden sich die Menschen [d.h. er für
sie, dieser
Aufschneider!] überlegen,
ob sie mit einem dicken Pullover nicht
auch bei 15 oder 16 Grad Zimmertemperatur vernünftig[!!] leben
können." (Rheinische
Post, 28.07.08) Moderne Faschisten sitzen offenbar
längst in
unverdächtig-demokratischen Parteien [und zwar so: "Ich sage in 99 Prozent aller
Fälle nicht alles, was ich denke." (ebenda)] -
und nicht in einer ekelhaften
NPD [was die in der Ostzone offenbar noch kapieren müssen!].
(30.07.08)
Der 20. Juli 44
Dieses Datum
feiert der demokratische Nachfolgestaat des 3. Reiches
jährlich
mit Pomp. Die damals Hingerichteten wären nämlich so
etwas
wie Vorkämpfer eines besseren und damit erfolgreicheren
Deutschlands gewesen. Ja, diese Ehre kommt den bekennenden Faschisten
zu,
die sich unter Rädelsführer Graf von Stauffenberg
damals
gegen Hitler gewandt hatten. Kennzeichnend für die Demokratie
ist
das schon, sie unterscheidet zwischen guten und bösen
Faschisten,
um eine Tradition des
Widerstands
für sich geltend zu machen. Besser als so kann man die opportunistische
Grundhaltung, welche die Demokratie von ihren Staatsbürgern
verlangt, gar nicht kennzeichnen: Es ist eine Klarstellung,
daß
es auf den nationalen Erfolg in internationalen Auseinandersetzungen
ankommt. Und dafür ist es nicht erlaubt, falschen
Führern zu
folgen, also solchen, denen man - leider erst im nachhinein -
Mißerfolg bescheinigen muß.
Im übrigen noch
folgender Hinweis: Wenn bürgerliche Parteien
keinen Erfolg haben, geht bei ihnen das Hauen und Stechen
regelmäßig los, da unterscheiden sich
demokratische und
faschistische Parteien prinzipiell überhaupt nicht. Auch zuvor
oft
nicht, wenn sie gerade die Macht erobert haben, dann geht es
nämlich um die Verteilung von Einfluß und Posten.
Letzteres
führt gerade die CSU vor, nachdem sie im Augsburger Rathaus
jetzt
das Sagen hat.
(Miß)erfolg ist Dauerthema bei allen bürgerlichen
Parteien
nach Wahlniederlagen und erst recht nach nationalen "Katastrofen", die
man am liebsten der politischen Konkurrenz unter die Nase reibt (was
hat die NSDAP ihrer Konkurrenz alles nachgesagt!). Wie sich der
Afghanistan-Krieg auf das Hauen & Stechen zwischen den und
innerhalb der Parteien auswirkt, bleibt Streitgegenstand. Auch
Faschisten wollen endlich wieder mitmischen im bürgerlichen
Betrieb, die Demokratie allerdings hat ihnen einen genommen, der -
blöd wie er war, aber offenbar keineswegs zu blöd
für
sie - noch auf dem NS-Schafott vom "heiligen Deutschland"
schwadronierte. (25.07.2008)
Faschismus - unsympathischer,
aber integrierter Bestandteil der Demokratie
Man
hat es ja noch in Erinnerung, das Hin & Her bezüglich
eines
von Ausländern bewohnten Hauses in Ludwigshafen, das in
Flammen
aufging. Die Zeitung analyse
& kritik
hat in ihrer Nr. 526 die demokratische Gesellschaft
bloßgestellt,
wie sie so überhaupt nicht an einer Wahrheitsfindung
interessiert
war und sich an jeden Strohhalm geklammert hat, der ihre
beschönigende Sicht der bundesdeutschen Realität
plausibel zu
machen schien. Die taz
hat am
12./13.04. über den Fall Neuschäfer in Rudolstadt
berichtet
und das demokratische Milieu, das ein so wunderbarer Nährboden
für Rassismus ist. Und so kann man fast Tag für Tag
die
Fälle zusammenstellen, die Deutschland so (un)sympathisch
machen.
Ja, die Meinungsfreiheit macht vieles möglich, nicht nur
Nazi-Demos, die die Demokratie schützen muß, weil
sie die Meinungsfreiheit schützen will.
Meinungsfreiheit, das ist nichts anderes als der nationale Standpunkt,
der - ob mehr SPD/GRÜN/tagesschaumäßig oder
mehr
CDSU/NPD/BLÖD-mäßig vorgetragen - gelten
darf, soll und
muß. Es gibt sogar Überlegungen dahingehend, die NPD
zu
verbieten, um diese Meinungsfreiheit zu bewahren, was die Sache
natürlich auf den Kopf stellt (als ob - abstrakt besehen - die
NPD
etwas anderes wäre, als Produkt
der Meinungsfreiheit!). In der Demokratie geht es allerdings darum, wer
die Meinungsfreiheit nutzen kann, wer den nationalen Standpunkt
bestimmt. Ob eine faschistische Partei da eine Bereicherung darstellt,
mag bestritten sein. Der nationale Standpunkt ist die Grundlage auch
dieser Diskussion. Wie grundsätzlich dürfen nationale
Optionen abweichen; welche grundsätzlichen Optionen erfordert
die
Nation, weshalb sie nicht verboten werden dürfen; sind wir
Demokraten als Nationalisten überhaupt glaubwürdig,
wenn wir
nationale Optionen ausschließen - müssen nicht wir
anstelle
der Faschisten solche vertreten? Da sind Nationalisten aller Farben in
ihrem Element; Meinungsfreiheit, wie sie leibt und lebt! -
Wer sich hingegen einfach unbefangen wundert, daß es auch im
21.
Jahrhundert noch Faschisten gibt, dem sei unten vorgestelltes Buch
über den Faschismus dringend zum Studium empfohlen. Es
untergäbt zwangsläufig auch den Glauben an einen
besseren,
d.h. demokratischen Nationalismus und sein plakativ zur Schau
getragenes Markenzeichen, die Meinungsfreiheit. (14.04.08)
Zwei Anschlüsse in der deutschen Geschichte: 1938 und 1989 -
Wir sind ein
Volk!
Manchmal
sind die Zufälligkeiten der Gleichzeitigkeit so frappant,
daß nichts sie besser ins Bild setzen kann als eben ein Bild.
So
veröffentlichte die taz
ihren Artikel (13.03.08)
über
den 70. Jahrestag des Anschlusses Österreich an das Deutsche
Reich
mit einem Archivbild, das Hitler beim Zug nach Wien zeigt. Ein,
über die, von Hakenkreuzfähnchen schwingenden Massen
gesäumten Straße gespanntes Transparent
trägt die
Aufschrift: "Nied.
Öst. grüßt seinen Führer!"
Wenige Tage zuvor, am 09.03.08 hatten die Rechtsparteien bei den
Landtagswahlen in Niederösterreich kräftig
abgeräumt:
Die ÖVP, die über einen Wählerstamm mit
"geschlossenem
faschistischen Weltbild" - wie man so schön sagt -
verfügt,
erreichte 54,3 % und die NPD, die in Austria FPÖ
heißt,
legte 6 Prozentpunkte auf 10,5 % zu. Soviel zu dem
anläßlich
eines Jahrestages aufgekochten Thema "Österreich ein Opfer -
ja
oder nein?".
Ebenso wie die DDR-Bevölkerung sehnte sich auch ein
Großteil
der österreichischen Bevölkerung nach einem
größeren Staat, einem Staat, in dem ihr bisheriger
Nationalismus, der sie bislang so bescheiden aussehen ließ
und
darob so unzufrieden machte, aufging: Den alten Staat wollte sie gegen
einen neuen eingetauschen, einen, der ihr wirklich vertretbar erschien,
weil der in der Welt etwas viel größeres darstellte,
und
für dessen weitergehende Ambitionen es sich, wie sie meinte,
nicht
zu schämen bräuchte, wenn sie - so ihr fester
Entschluß
- ihr Scherflein zu dessen Erfolg beitragen würde. Also
schlossen
sich diese Leute als Nationalisten, die als solche nicht auf ihre
Rechnung gekommen waren, einem anderen Staat, dem D.R. bzw. der BRD an
und ließen Österreich bzw. die DDR, zynisch
angesichts ihrer
Siegesgewißheit, hinter sich. Diese Anschlüsse
wurden ihnen
1938 wie 1989 mit dem Ehrentitel einer "Wiedervereinigung"
versüßt. An die Kosten, die es zu tragen hat und die
damals
wie heute nicht gerade gering ausfallen, denkt ein Volk, dumm wie es
ist, eben nie. (14.03.08)

Gegen Rechts
argumentieren lernen
von Rolf Gloel und Katrin Gützlaff, erschienen im
VSA-Verlag
160 Seiten • €
12.80 •
ISBN
3-89965-146-4

Warum Demokraten
Faschisten nicht kritisieren, sondern nur verbieten können

Konrad
Hecker
Der
Faschismus und seine
demokratische Bewältigung
Vorbemerkung:
Zum richtigen Vergleichen
Der
Begriff des
Faschismus
Hitler
- ein
deutscher Politiker
Demokratische
Faschismustheorie - oder: Wie konnte es dazu kommen?
Demokratische
Vergangenheitsbewältigung
Die
verkehrte
Faschismustheorie der Kommunistischen Internationale
•
Wer
sich trotz aller modischen Vergleicherei
für die Unterscheidungen interessiert und
für die Fortschritte des deutschen Nationalismus
seit der Kanzler nicht mehr Hitler heißt, sondern
Schröder; wer die patriotische Gewissenserforschung nicht mehr
hören kann, ob brave Deutsche und gute Soldaten von einer
verbrecherischen Führung mißbraucht
wurden, oder ob sie sich nicht auch führen
und gebrauchen ließen; wer sich nicht mit
der Auskunft zufriedengeben will, der Faschismus sei eine Un-herrschaft
und ein Un-geist gewesen — ganz im
Gegensatz zu unseren neuen Führern; wer den Gelehrtenstreit,
ob der Naziterror "singulär" oder als eine Fortentwicklung des
"bolschewistischen Gulag" zu werten sei,
für einen typischen Streit unter demokratischen
Nationalisten hält und deshalb für das
Gegenteil von Kritik; wem es nicht einleuchtet, daß die
bundesrepublikanische Demokratie einfach unvergleichlich
ist, weil die keine Juden vergast, nicht den totalen Krieg ausruft; wem
überhaupt in dem ganzen nationalen Scham-, Schuld- und
Ehrgetriebe der neudeutsche demokratische Herrschafts- und
weltpolitische Großmachtanspruch aufgestoßen ist
—
für
den liefert dieses Buch Aufklärung über das faschistische
Staatsprogramm, das den ("Notstands"-)Traum aller wehrhaften
Demokraten wahrmacht:
—
Faschisten mißtrauen der Auslese durch die freie Konkurrenz
und korrigieren ihre Wirkungen durch die gerechteste, von jedem Zufall
befreite Sortierung der Menschen in "gutes Volk" und "Volksfeinde".
—
Faschisten veranstalten das zielstrebigste
Beschäftigungsprogramm, das je mit Arbeitslosen unternommen
wurde: ihre Verwandlung in Soldaten — nicht nur —
der Arbeit.
—
Faschisten setzen den sozialen Frieden durch, den demokratische
Gewerkschaftler mitverantworten wollen.
—
Faschisten gehen den dritten Weg zwischen
Kapitalismus und Kommunismus, den alle christlichen Weltverbesserer suchen.
—
Faschisten führen den nationalen
Befreiungskrieg, den das wiedervereinte Deutschland als Vormacht
Europas nicht nötig hat.
—
Kurzum: Faschisten machen ernst mit dem Krisenfanatismus,
dem Gerechtigskeitswahn und dem Patriotismus eines
guten Staatsbürgers. Sie verwirklichen das konsequenteste
"Wir" aller Deutschen.
Diese
und andere verwerfliche Wahrheiten über die Form
bürgerlicher Klassenherrschaft namens Faschismus finden sich
in diesem Buch.
1996 • 354
Seiten • ISBN 3-929211-02-5 • 20,-
€
erhältlich
über: www.gegenstandpunkt.com

Herbert
Auinger
HAIDER
— Nachrede auf einen bürgerlichen Politiker
Worum
geht es?
Um die österreichische
Nation und die Europäische Union, um den Faschismus und seine
demokratische Bewältigung, um Rassismus und
Ausländerfeindlichkeit. Mit einem Wort: Es geht um
bürgerliche Normalität in Europa. Anders als in so
mancher Haider-Biografie werden Haiders abweichende und
ungehörige Positionen nicht beklagt, sondern als Produkt
dieser Gesellschaft erklärt. Denn nichts wirkt
lächerlicher als der Vorwurf, durch die "Verhaiderung"
würde die österreichische Republik Schaden nehmen, wo
doch in Wahrheit der Politiker Haider so total ihr Produkt ist: Niemand
drängt eben so auf die Konsequenz demokratischer Politik wie
ein Faschist.
2000
• 240 Seiten •
Promedia-Verlag
•
ISBN: 3-85371-164-2 • 17,90 €

Alles
bewältigt, nichts begriffen!
Nationalsozialismus im
Unterricht
Eine
Untersuchung von Rolf Gutte und Freerk Huisken
1997 • 439 Seiten •
edition
ost •
ISBN: 3-929161-29-X • jetzt im Vertrieb des VSA-Verlages!
