Der Kandidat
Des Augsburgers Florian Lettl: Diese Plastik fällt zweifellos aus dem Rahmen der Werke seines weitaus bekannteren surrealistischen Vaters Wolfgang Lettl. Sie symbolisiert die Plattheit eines Kandidaten, der sich aufstellen läßt, und der die von seiner Politik zu erwartenden Opfer schon bei seiner Aufstellung anzusehen sind. Ein sehenswertes Denkmal der Demokratie. Kein Zweifel, ein zentraler Ort der Aufstellung gebührt diesem Werk mit Sicherheit. Gut vorstellen könnte man sich zum Beispiel, es gegen den Monarchistenarsch am Prinzregentenplatz einzutauschen (und dann den Platz in Kandidaten-Platz umzubenennen): Doch dann müßte man die Angelegenheit der Politik entreißen, die sich auch eine "Kulturhoheit" anheimgestellt hat, gerade weil sie schrecklich dumm ist in ihrer Verachtung jeglicher Fantasie (ganz egal übrigens wie Kulturreferent und OB gerade heißen). (31.03.10)