Gudix

Kattowitz, der verzauberte Frosch.

Bei Janosz geht der Froschkönig so[1]: es war einmal ein schöner grüner Froschkönig, der hauste in seinem Teich und spielte mit einer goldenen Luftkugel, und ein häßliches Mädchen am Ufer verliebte sich in ihn. Und als der Froschkönig seine Kugel verlor, holte sie sie zurück und verlangte dafür, von ihm geheiratet zu werden. Der Froschkönig wollte sie nicht, sie schwamm ihm nach und blieb eisern, da packte sie der Froschkönig und ertränkte sie. Doch kaum war sie tot, hatte sie sich in eine wunderhübsche grüne Froschfrau verwandelt, und beglückt nahm sie der Froschkönig zur Frau. Und lebte mit ihr bis zu seinem Tod zufrieden in seinem schönen grünen Teich.

Und als er gestorben war, setzte man ihm ein Denkmal in der Ulica Stawowa in Kattowitz.

Es ist erstaunlich: ich habe die Stawowa als wuslige Einkaufsstraße in Erinnerung, links mit Restaurants, rechts mit Boutiquen, innendrin mit Flugblattverteilern jedweder Couleur, also als zentrale und wichtige Flaniermeile, die den vom Bahnhof Kommenden direktowegs zum Markt und zum Einkaufszentrum führt – und muß nun, bei der Bearbeitung dieses Berichts, überm Stadtplan gebeugt feststellen, daß die Stawowa dort nur als schmaler dünner Wurm eingezeichnet ist, nicht der Rede wert, nicht mal „Stawowa“ steht drauf, es ist halt nur eine Linie, die die Straße des 3. Mai mit der Ulica Mickiewicza verbindet. Hm. Ich fing doch glatt an zu zweifeln – soll diese Linie hier die Stawowa sein? Sollte mich meine Erinnerung so trügen? Ist die Straße, die ich meine, gar nicht so breit?

Und warum ist im Stadtplan nicht der Frosch eingezeichnet?

Der Frosch. Das, was mir immer zuerst einfällt, wenn ich an Kattowitz denke.

Der schöne grüne Brunnen, in dessen Mitte ein schöner grüner Riesenfrosch aus Stein sitzt und Wasser spuckt und auf dessen Rand die Blumenfrauen und die Befuselten und die Kinder und die Lümmel sitzen und in die Sonne blinzeln.

Katowice, der verzauberte Frosch.  

Am 24. Oktober 2005 fahre ich von Gliwice-Dabrowskiego mit dem Bus nach Katowice-Sokolska. Als ich das an der Bushaltestelle in Gleiwitz las, ging mir ein ganzes Feuerwerk auf. Ulica Sokolska! Dort liegt die Jugendherberge in Kattowitz! Voila, hey, perfekter geht’s wirklich nicht. Der Bus kutschiert mich direkt von der einen Herberge zur anderen, ich komm mir vor wie Paris Hilton, die in die Limousine gleitet und vom Schofför exakt dort abgesetzt wird, wo sie hinwill. Ausnahmsweise und zur Feier des Tages erwerbe ich sogar ein Ticket, das 2.90 zl kostet. Dann werde ich mit meinem Trolley quer durch den oberschlesischen ehemaligen Kohlenkeller transportiert, Zabrze, Ruda, Chorzów, Bytom, Katowice. „Die Grenze nach Ruda war offen, als wäre sie nie dagewesen. Die Straßenbahn fuhr in einem durch bis Kattowitz. Nach Myslowitz mußte man umsteigen.“ Na, bis Myslowice will ich ja gar nicht. Und der Bus, in dem ich sitze, fährt in Zabrze tatsächlich nicht via Ulica Charles’a de Gaulle’a und Ulica Franklina Roosevelta untenrum durch nach Ruda, wie das einfacher gewesen wäre, sondern obenrum, extra für mich: ich werde die Wolnosci entlangchauffiert, „rechts sehen Sie Zaborze, den Lompy-Ring, die Reste der Ciupkareihe, im CHOLONEK verewigt als Oschlowskistraße  – links sehen Sie die Madonna, Poremba und eine Lidl-Filiale. Und nun ab durch die Mitte nach Ruda!“ Und weiter nach Kattowitz. Obenrum. Noch einmal schlesische Pampa in der extralangen Version.

Das Leben ist schön.

Die Jugendherberge, die genau wie die in Gleiwitz auch „Slazaczek“, „Zum Schlesier“ heißt, liegt versteckt in einem Gebäudekonglomerat oben an der Sokolska. Als ich aus meinem Bus aussteige, finde ich den Eingang nicht, da bei meinem letzten Besuch vor 2 Jahren die Bäume nicht so dicht standen, außerdem kein Laub herumlag und die Einfahrt auch nicht komplett zugeparkt war wie jetzt. Nachdem ich ein paarmal die Straße hoch- und wieder runtergezockelt bin und mich fühle wie ein goldsuchender Forty-Niner, der FAST bei seinem Gold angelangt ist, geht die Erinnerungsschranke in meinem Kopf hoch, und ich erkenne die Einfahrt wieder. Dann löpt allet wie geschmiert. Geradeaus, dann rechts, dann links, dann noch mal rechts und ich bin da. Es ist zwölf Uhr, also eigentlich noch zu früh – der „Schlesier“ in Kattowitz hat von 17 bis 10 Uhr geöffnet, das gibt jedenfalls meine Erinnerung zu Protokoll. Laut dem Schild an der Eingangstür gilt dies nach wie vor, aber ich stelle fest, daß sie die Vorschrift jetzt nicht mehr ganz so strikt befolgen: die Tür ist offen, und an der Rezeption sitzt jemand. Die alte Dame, die mich auch beim ersten Mal eingecheckt hat. Ich muß grinsen.

Die Eincheckerei hier ist nämlich etwas Besonderes. Auch diese Herberge ist vorwiegend von herumreisenden Schülern und Studenten frequentiert, also auch von meh-re-ren Noch-nicht-Volljährigen. Jedenfalls hat das Registrierbuch hier in Kattowitz eine Spalte, und die heißt „Name des Vaters“ und „Name der Mutter“. Mir kam das schon beim ersten Mal skurril vor – sie sahen doch an meinen ausgebreiteten Papieren, daß ich bereits volljährig bin und auch nicht mehr zu Hause wohne. Trotzdem, man blieb hart, diese Spalte mußte ausgefüllt werden.

Auch diesmal zieht man wieder diese Farce ab. Ich versuche erneut darauf hinzuweisen, daß ich erwachsen bin und nicht mehr bei den Eltern lebe, doch vergebens, man bleibt eisern, „jak sie matka nazywa? jak sie ojciec nazywa? Name father, name mother?“, bis ich gehorsam die Namen meiner Eltern herunterbete.

Dann kommt die zweite Farce: Alkohol und Drogen sind nicht erlaubt, und wer besoffen, bekifft oder bedröhnt in die Herberge kommt, verliert sein Bett und wird rausgeschmissen. Eine Farce ist dieses Gebot nur deshalb, weil die alte Dame verstanden werden will und außer Polnisch nichts spricht, also muß sie sich mit Händen und Füßen behelfen, und das tut sie im wahrsten Sinn des Wortes: sie spielt mir in einer Showeinlage dieses Gebot vor, sie mimt eine Besoffene, die sich kaum mehr halten kann, zeigt mir dann beschwörend meinen Zimmerschlüssel und sagt: „Nie, nie klucz! Alkohole, nie klucz!“ Dann mimt sie eine, die sich einen Schuß in den Unterarm spritzt, anschließend irre und beseligt in die Gegend starrt, zeigt mir wieder den Schlüssel und sagt: „Nie klucz! Narkotyki, nie klucz!“ Alles klar.

Ich umgehe das Gebot wie beim letzten Mal auch: ich gehe zum Albert-Supermarkt an der Mickiewicza, kaufe mir ein paar Dosen Zywiec oder Tatra, packe sie in meinen Rucksack, betrete die Herberge nüchtern wie ein frischgewaschener Mönch, nehme an der Rezeption meinen Zimmerschlüssel in Empfang und besaufe mich dann auf meinem Zimmer. Ist ja Nebensaison, also bin ich allein im Sechsbettzimmer, niemand stört mich, ich genieße den Kattowitzer Sonnenuntergang und falle dann fast aus dem Fenster, da die Dinger ungewohnt tiefliegend sind… jeszcze Polska nie wyzlopala, kiedy my zyjemy, wa – noch ist Polen nicht versoffen, nicht, solang wir leben!

In der Nacht schlaf ich kolossal gut, träume von Audrey Hepburn und My Fair Lady, warum auch immer. Am Morgen wache ich – katerlos; warum sollte ich verkatert sein? Ein paar Zywiec bringen eine Guinnessnymfe auch nicht um – um 7 Uhr auf, frühstücke in der Küche, was ich finde (Tee und Brot), dann mache ich mich auf den Weg ins Städtli.

Kattowitz ist mein Betthupferl, mein Dessert, mein Sahnehäubchen. Ich hätte schon nach Beendigung der Geschäfte in Gleiwitz und Zabrze wieder nach Hause fahren können, aber Schlesien bereisen und nicht in Kattowitz absteigen, das täte mir in der Seele weh.

Ich mag Kattowitz. Bloße Sentimentalität, ich weiß, aber trotzdem. Kattowitz hat bei mir immer einen Stein im Brett. Als ich im September 2003 aus Krakau kam und schlechter Laune war, weil in Krakau nichts funktioniert und nicht das kleinste Seelenfeuerwerk losgegangen war, hatte mich Kattowitz empfangen wie der Maulwurf die Grille: herzlich. Und das war das, was ich brauchte. Ich war im Dworzec Glowny aus dem Zug gestiegen, kam mit dem Trolley aus einem Seiteneingang raus, und sofort standen zwei Suffkis da und halfen mir, den Trolley über die Stufen zu schleppen. Dann stand ich dort oben auf der Überführung und sah die Häuser auf der anderen Straßenseite der Straße des 3.Mai (Ulica 3-go Maja) stehen: hoch, ja, aber bunt, gelb, himmelblau und rosa, ein wenig verwittert und verrußt, na sicher, wir sind hier ja im Kohlenkeller, von Plakaten bekleistert, aber leuchtend, angestrahlt von der Sonne, und darüber wölbte sich ein quietschblauer Himmel. Es war ein Anblick für Götter. Ich stand da, gelehnt ans Geländer der Bahnhofsüberführung, sah mir diesen wunderbaren Himmel mit den bunten Häusern an und wußte: alles stimmt. Daß ich hier abgestiegen bin, war richtig. Alles stimmt. Und eine Stadt, die einen müden Ankommenden dermaßen lachend und leuchtend empfängt, muß eine Seele haben, eine richtige polnische Seele, niemyte dusza Polska, nicht so eine touristisch-sterile Fake-Seele wie Krakau.

Und mein Gefühl hatte mich nicht getrogen. Berauscht vom ersten Eindruck in Kattowitz war ich mit meinem Trolley erst unverdrossen die Mickiewicza rauf und wieder runter gezockelt auf der Suche nach einer Herberge, bis mich ein freundliches Mädchen in die Sokolska gelotst hatte. Und dort war auch alles so schön gewesen, daß ich hätte heulen können vor Glück: guter Preis, weiches Bett, Selbstbedienungs-Küche. Und die Gemeinschaftsduschen blitzblank und sonnendurchflutet.
Kurz: ich hatte 2003 in Kattowitz aufgetankt.

Und das möchte ich nun auch tun. Auftanken. Genießen. Entspannen. Breslau, Oppeln und Gleiwitz waren Geschäftsadressen, Anlaufpunkte für Sponsorensuche; in Zabrze hatte ich zwar keine Stiftungen aufgesucht, aber richtig entspannt hatte ich dort auch nicht, war halt rumgerannt und hatte fotografiert.

Somit habe ich mir jetzt zwei Tage Urlaub redlich verdient, bevor ich nach Berlin zurückfahre. Jetzt bin ich in Kattowitz! Genieße das Schöne, solange es da ist![2]

Ich genieße. Schwanze die Sokolska runter, besichtige den jüdischen Friedhof in Kattowitz (über die Mauer), finde den Eingang nicht, weil er nichts weiter ist als ein über und über mit Graffiti beschmiertes Tor, an dem ich vorbeilaufe, weil ich hier den Eingang am wenigsten vermute – wenn der Eingang zu einem jüdischen Friedhof in Deutschland so aussähe wie der in Kattowitz, würden gleich wieder alle Paul Spiegels und Lea Roshs gleichzeitig loszetern, wie antisemitisch Deutschland sei und wie wenig sie das Judentum immer noch achteten… Hier kommt man gar nicht auf so was. Der Eingang zum jüdischen Friedhof sieht aus wie alles in der Umgebung auch, verwit-tert, mit brösligem Putz und mit Graffitis überschmiert. Niemand käme auf die Idee, die Kattowitzer als antisemitisch zu bezeichnen, bloß weil der jüdische Friedhof ein wenig abseits liegt, ein wenig verludert ist und einen zeitgemäßen Eingang hat.

Ein magerer Angestellter der Stadtwerke harkt die Trottoir vom Laub frei. Einige Lümmel rasen johlend auf Rollschuhen die Ulica Kozielska entlang – ja, tatsächlich, auf guten alten Rollschuhen, nicht auf Inline-Skates. Ich bummle in der Gegend herum, fotografiere morsche Hausfassaden, Geröllhaufen-Treppchen und brüchige Butzen. Dann gehe ich in die „Wunderbar“ zum Essen, einem kleinen Lokal in der Ulica Plebiscytowa, das deutsche Kost serviert: Bratwurst, Eintopf, Apfelmus, reichlich, zu polnischen Preisen und mit polnischem Service. Die Tischchen sind mit Spitzendeckchen gedeckt, die Rechnung erhält man in einem winzigen Schatzkästchen aus Holz, und auf der Toilette hängen die Handtücher an Schwarzwaldmadl-Haken. Zufrieden und mit vollem Bauch gehe ich weiter.

Die Liste von Frau Lipman enthält auch eine Adresse in Kattowitz: die Schlesische Wohlfahrt, offizieller Titel „Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Versöhnung und Zukunft“ in der Ulica Sienkiewicza. Versöhnung und Zukunft – yeah, well, aye, das klingt doch schwer nach meinem Buch, wa? Also mache ich mich mal auf den Weg dorthin, frage mich durch zur besagten Straße und finde das Haus schließlich, ein Mehrparteienmietshaus, wie es auch in Prenzlauer Berg stehen könnte: aus einem benachbarten Hofdurchgang stinkt es ekelhaft nach Müll, die Klingelschilder sind teilweise unleserlich, die Briefkästen verbogen, verbeult und verdreckt, Werbung ist hineingestopft und hängt oben raus, und das Licht im Hausflur funktioniert nicht, so daß ich mich zum Sitz der Wohlfahrt vortasten muß, der gottseidank im Parterre liegt.

Das alte Mütterchen, das dort in einem finsteren Raum sitzt, das sie vielleicht als „Büro“ bezeichnet, lächelt mich an und würde mir gerne weiterhelfen, aber es versteht kein Wort Deutsch, auch kein Wort Englisch, und ich bringe mein Anliegen noch nicht richtig auf Polnisch heraus – die paar Wörter, die ich mir anstudiert habe für diesen Zweck, ergeben keinen Zusammenhang. Nun ja, ich hab ja auch erwartet, daß man in Ställen für deutsch-polnische Verbindungen a bisserl deutsch spricht; ist ja nicht zuviel verlangt. Vor allem hier wundert mich die Einsprachigkeit der Sekretärin etwas, da der ganze pompöse Titel dieser Einrichtung draußen und drinnen auf Deutsch angeschrieben ist. Ob hier niemals Deutsche vorbeikommen?

Ich verabschiede mich freundlich und gehe wieder meiner Wege. Nein, natürlich stört mich das nicht; warum sollte mich das stören? Wenn sie deutsch gekonnt hätten, hätte ich hier wohl auch nur das zu hören bekommen, was ich bereits in Breslau und Oppeln gehört habe: ach, wie niedlich, ein Buch über Janosz; aber wir sind für so was nicht zuständig! Was soll's.

Ich schwanze noch eine Weile durch die Straßen, schleiche in Treppenhäuser und Hinterhöfe, fotografiere, sehe Kindern beim Spielen in Unkraut und rostigen Autowrackteilen zu, so wie wir in den 70er Jahren gespielt hatten, als es vormittags noch kein Fernsehprogramm gegeben hatte, Internet und Playstation sowieso nicht, derlei furchtbar konforme Fahrradhelme wie die Westkids heute hatten wir auch nicht aufgehabt, und Abenteuerspielplätze waren noch keine mit pädagogisch wertvollem Gütesiegel ausgestatteten Holzbaukästen in Echtgröße wie heute, sondern Sandkisten mit rostigem Metallzeug drin oder eine gruslige Waldlichtung, wo wir herumrannten, im Dreck buddelten, in Spinnweben oder Katzenscheiße faßten und mit aufgeschürften Knien wieder heimkamen. Heaven and hell. Diese Kinder hier erinnern mich an damals: wie sie lauthals lachen, Fangen spielen und sich abschlagen, um dann wieder völlig still auf dem Boden zu kauern und mit fast wissenschaftlichem Ernst irgendwas in ihren Händen zu untersuchen, Regenwürmer vielleicht oder Ameisen, oder ein aus dem Autowrack gefallenes Metallteil.
Hier ist es vielleicht am ehesten greifbar, Janoszs umgekehrtes Märchen vom Froschkönig. Die Kinder hier brauchen keinen Prinzen, sie nehmen einen Frosch und küssen den, und dann werden sie selber zu Fröschen, das ist doch viel spannender, denn ein Frosch kann quaken, rumhüpfen, schwimmen und Tanten ärgern, aber was kann denn schon ein Prinz? Gar nichts. Rumstehen und blöde lächeln. Langweilig und konform.

Kattowitz ist Frosch geblieben. Und steht dazu. Es versucht nicht, sich mit glitzernden Neubauten und Westkonformismus zum Prinzen zu machen. Gleiwitz auch nicht, sicher; auch Zabrze nicht. Alles Frösche. Insofern steht der Froschbrunnen an der Ulica Stawowa für ganz Schlesien. Bleibt wie ihr seid, Schlesier, denn bekanntlich ist falschrum im Endeffekt wieder genau richtig. Fragt Janosz. Laßt euch nicht verprinzen, nein – küßt die Prinzessinnen und macht sie zu Froschfrauen. (Und die, die keine Froschfrauen werden wollen, sondern hysterisch nach Desinfektionsmittel japsen, wenn sie geküßt werden, denen kann man ruhig eine tote Kröte ins Dekolleté schmeißen. Die sind die Küsse nicht wert.)

Am Mittwoch fahre ich von der Ulica Sadowa aus mit einem Eurolines-Bus zurück nach Berlin, und der Bus fährt exakt die Route, auf der ich Schlesien erobert hatte: von Kattowitz aus über Zabrze, Gleiwitz, Oppeln, Breslau und Legnica nach Forst zur Grenze, und dann bin ich wieder in swiety Niemcy, in Ol’ Germany.

Die Lunte brennt.

Lilie

Aus: WO IST ONKEL POPOW – GDZIE JEST PAN POPOW? Auf den Spuren Janoszs in Oberschlesien. Das Buch von Ní Gudix erscheint bald!!!

[1] in JANOSZ ERZÄHLT GRIMMS MÄRCHEN, siehe Bücherspiegel!

[2] Anleitungen, wie man diesen Satz zum Lebensmotto machen kann, finden sich im FLACHSKOPF (Originaltitel: DE WITTE VAN SICHEM) von Ernest Claes. Mal keine Polackerei hier, sondern bloß sichelgenaue Flandrismen; aber het is detselve!

KoKa Augsburg dankt Ní Gudix alias Gudrun Rupp für die Überlassung des exklusiven Vorabdrucks.

Mehr von ihr findet sich auf Alternative Art.